Zinsen bleiben im Keller

„An der Zinsfront nichts Neues. So lauten seit vielen Monaten die Informationen über die Finanzierungsbedingungen für Immobilien“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Im vergangenen Vierteljahr bewegten sich die Konditionen für zehnjährige Immobilienkredite fast unverändert um 1,5 Prozent. An dem aktuellen Zinsniveau werde sich auch in den kommenden Monaten nichts Grundlegendes ändern, vermuten Analysten.

Immobilienkäufer und Bauherren profitieren derzeit von der relativen Ruhe an den Finanzmärkten und können ohne Hast entscheiden, wie Sie den Kauf einer Immobilie finanzieren wollen. Langfristig geht die Mehrheit von weiterhin günstigen Zinsen aus. Eine leichte Verteuerung werde dann wahrscheinlicher, wenn die amerikanische Notenbank weitere Zinserhöhungen beschließen sollte.

„Selbst wenn die Zinsen auf zwei oder sogar drei Prozent steigen würden, wäre ein Baudarlehen im Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte immer noch außerordentlich preiswert“, sagt Michael Fehr.

Hypothekennehmern ist zu raten, die günstigen Finanzierungsbedingungen für einen schnellen Schuldenabbau durch hohe Tilgungsraten zu nutzen, was viele Privatkunden auch bereits tun. Die durchschnittliche Standardrate für ein Immobiliendarlehen von 150.000 Euro (bei zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehnjähriger Sollzinsbindung) fiel auf rund 450 Euro. Der durchschnittliche Tilgungssatz erreichte mit drei Prozent einen neuen Höchstwert; vor zwölf Monaten lag er noch bei 2,75 Prozent. Auch die durchschnittliche Sollzinsbindung erreichte mit 14 Jahren und drei Monaten einen neuen Spitzenwert.