Wohnen und Stadtentwicklung: Trends für das neue Jahr

„Der Immobilienmarkt unterliegt wie andere Märkte äußeren politischen und wirtschaftlichen Einflüssen. Anders als beispielsweise im Geldmarkt wirken sich die Faktoren jedoch häufig viel langfristiger aus“, sagt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Welche Rahmenbedingungen 2015 bestimmend waren, hat das Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in seinem Jahresbericht vorgestellt und damit ein Schlaglicht auf aktuelle Entwicklungen geworfen. Danach war das vergangene Jahr von den Themen bezahlbares Wohnen, Energiewende in Gebäuden und soziale Stadtentwicklung geprägt. Dem Bericht zufolge hält der Zuzug junger Menschen aus dem In- und Ausland in die Großstädte weiterhin an. In den Metropolen und Schwarmstädten fehlen kostengünstige Wohnungen in ausreichender Zahl. Wichtiger werde daher der Wohnungsneubau und mit ihm eine neue, modulare Bauweise, die Kosten und Zeit bei der Errichtung von Wohngebäuden spart und gleichzeitig eine hohe architektonische Qualität bewahrt. „Die Idee des bezahlbaren und nachhaltigen Bauens verdient angesichts der Herausforderungen in den großen Städten eine noch größere öffentliche Aufmerksamkeit“, erläutert BBSR-Direktor Harald Herrmann. Besonders in der zweiten Jahreshälfte waren die Themen Wohnungsknappheit, steigende Mieten und die Integration von Flüchtlingen wichtige Themen, die die Immobilienwirtschaft in das neue Jahr begleiten werden. Herausforderungen seien auch die fortschreitende Digitalisierung unserer Städte, grüne Infrastruktur und die Perspektiven für dünn besiedelte Räume. Zu diesen und weiteren Themen liefert der Bericht eine Zusammenfassung, die unter www.bbsr.bund.de zum Download zur Verfügung steht.