Wohnen im Alter: Jetzt richtig vorsorgen

Jede siebte Person im Alter ab 65 Jahren ist in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Mit zunehmendem Alter erhöht sich dieser Anteil noch“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Bisher lebt nur etwa ein Drittel der Personen mit Mobilitätsproblemen in einer stufenlos erreichbaren Wohnung.

Insbesondere im Hinblick auf die Ausstattung von Bädern, bei der Fortbewegung um das Haus herum, bei Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe des Wohnortes und der gesundheitlichen Versorgung im Umfeld gibt es einen großen Nachholbedarf. Dennoch bewerten ältere Menschen ihre eigene Wohnsituation im Durchschnitt überwiegend positiv. Soziale Faktoren wie gute Nachbarschaft wiegen vorhandene Nachteile auf, denn die emotionale Verbundenheit älterer Menschen mit ihrer Wohnsituation ist meistens groß. Personen im Haus- oder Wohnungseigentum bewerteten ihre Situation im Durchschnitt besser als zur Miete Wohnende.

Die Analysen des Deutschen Alterssurveys ergaben, dass eine altersgerechte, barrierefreie Ausstattung der Wohnung einen positiven Effekt auf die Bewertung der Wohnsituation hat. Auch eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr verbesserte die Bewertung. Die Ergebnisse machen die politische Notwendigkeit deutlich, älteren Menschen die Möglichkeit einzuräumen, ihren Lebensabend im gewohnten Umfeld zu verbringen.

Bereits in jüngeren Jahren ist es sinnvoll, vorausschauend aktiv zu werden. Eine vermietete Eigentumswohnung ist für viele Menschen eine sichere Altersvorsorge und lohnende Geldanlage. Sie erwirtschaftet Mieteinnahmen und kann nach mehr als zehn Jahren steuerfrei verkauft werden – erfahrungsgemäß mit einer guten Wertsteigerung. Alternativ kann die Wohnung später auch selbst genutzt werden.

Knapp vier Millionen private Eigen­tümer vermieten rund 15 Millionen Wohnungen in Deutschland, oft zur Auf­besserung ihrer Rente.