Welche Versicherungen für Mieter und Eigentümer wirklich wichtig sind

Unverhofft kommt oft, denken viele Menschen und wollen unliebsame Überraschungen möglichst vermeiden. Privathaushalte geben aus diesem Grund jährlich 1.500 Euro für Versicherungen aus. Ob diese Investition wirklich sinnvoll ist, sollte man immer hin und wieder überprüfen. „Einige Versicherungen sind unabdingbar, andere nur in einer bestimmten Lebensphase notwendig“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. „Im Übrigen muss der Versicherungsvertrag den Lebensumständen, die sich immer wieder ändern, regelmäßig angepasst werden.“ Ein Vergleich der Angebote verschiedener Anbieter kann sich lohnen.

Die Ausgaben für Versicherungen sind gestiegen, teilt das Statistische Bundesamt mit: von durchschnittlich 1.020 Euro im Jahr 2009 auf 1.500 Euro im Jahr 2019. Das macht durchschnittlich 3,4 Prozent des verfügbaren Einkommens aus; 2009 lag der Anteil noch bei 2,9 Prozent.Die Höhe der Versicherungsbeiträge variiert je nach Einkommen. Haushalte mit höheren Einkommen geben fast viermal so viel für Versicherungen aus.

Zu den unverzichtbaren Versicherungen gehört die Privathaftpflichtversicherung für Mieter und Eigentümer. Sie übernimmt Schäden, die der Versicherte oder ein Familienmitglied einem Dritten fahrlässig zugefügt hat. Für Immobilieneigentümer ist überdies die Wohngebäudeversicherung ein Muss. Sie tritt ein bei Feuer, Leitungswasserschäden, Sturm und Hagel sowie Naturgefahren wie Starkregen oder Überschwemmung.

Welche Angebote empfehlenswert sind, hat die Zeitschrift Finanztest unter 70 Anbietern von Wohngebäudeversicherungen getestet. 68 von 178 Tarifen erhielten ein sehr gut, vor allem Premiumtarife mit erweiterten Leistungen. Aber bei vielen Verträgen wurden auch große Lücken festgestellt. 79 Tarife wurden wegen des eingeschränkten Versicherungsschutzes bei grober Fahrlässigkeit sogar als mangelhaft eingestuft.