Trends: Der Immobilienmarkt 2016 setzt neue Schwerpunkte

„Drei Trends heben sich deutlich von anderen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt ab: Gefragt sind zunehmend kleine, hohe und grüne Immobilien“, hat Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg festgestellt.
Aktuelle Zahlen des statistischen Bundesamtes unterstreichen diese Aussage. Der hohe Zuzug in die Städte setzt sich fort, die Anzahl der Haushalte wächst bundesweit und gleichzeitig werden die Haushalte kleiner. Lebten 1991 durchschnittlich noch 2,27 Personen in einem Haushalt waren es 2014 nur noch 2,01 Personen. Diese Entwicklung hat die Immobiliennachfrage beeinflusst und in der Folge einen neuen Trend nach sich gezogen. Kleinere Wohneinheiten und Microapartments stehen laut der aktuellen Studie der Soravia Capital GmbH in diesem Jahr besonders hoch im Kurs der Kapitalanleger. Trotz hoher Einstandspreise versprechen sie das beste Renditeverhältnis. Die größte Nachfrage besteht nach bezahlbaren Ein- bis Zweizimmerwohnungen. „Mieter interessieren sich nicht mehr zu allererst für den Mietpreis, und sie sind längst nicht mehr so wählerisch wie früher“, ergänzt Michael Fehr. Ehemals verpönte Wohnhochhäuser erleben zukünftig möglicherweise eine Renaissance, denn sie erlauben einerseits eine Nachverdichtung und versprechen andererseits überdurchschnittliche Renditen. Weil die Bevölkerung immer älter wird, stehen auch serviceorientierte Wohnkonzepte im Sinne von Sharing Services oder Sharing Spaces hoch im Kurs. Anhaltend im Trend liegen 2016 außerdem sogenannte Green Buildings. Das Transaktionsvolumen übertraf laut Analyse von BNP Paribas Real Estate bereits 2015 das Vorjahresergebnis um ein Drittel und war sogar doppelt so hoch wie im Durchschnitt der vergangenen acht Jahre.