Zahlen zeigen in die Zukunft: Genehmigungen, Bauaufträge und Baupreise

„Wie sich der Immobilienmarkt zukünftig entwickelt und ob die Preise weiter so rasant steigen werden, hängt auch von der Neubautätigkeit ab. Ein ausreichend großes Angebot würde die Preisentwicklung dämpfen“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Die Zahlen in der Bauwirtschaft schwanken saisonbedingt. Schaut man sich allein den Januar dieses Jahres an und vergleicht die Zahlen mit dem Vorjahr, ergibt sich ein erfreuliches Bild. Die zuständigen Ämter erteilten 9,1 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Vorjahresmonat. Betrachtet man dagegen die Daten von Januar und Februar 2019 wurden in Deutschland nahezu genau so viele Baugenehmigungen erteilt wie im Vorjahreszeitraum. In neu zu errichtenden Wohngebäuden waren es aber 2,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stiegen als Folge des neuen Baukindergeldes mit plus 4,4 Prozent stark, während die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 3,2 Prozent sank. Aus den Zahlen des statistischen Bundesamtes wird deutlich: In der Gesamttendenz werden seit 2010 steigende Genehmigungszahlen verzeichnet – ab Mitte 2016 ist aber auch ein deutlicher werdender Abschwung erkennbar.

Bei den Baupreisen gibt es keine saisonalen Schwankungen, sondern eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Die Baupreise steigen seit 2013 deutlich. Im Februar 2019 lagen sie um 4,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Nur vor über zwölf Jahren, im November 2007, war der Anstieg der Baupreise mit plus 5,7 Prozent noch höher gewesen.

Ein Grund dafür: Die Bauwirtschaft arbeitet am Limit. Im Dreimonatsvergleich stieg das Volumen der Auftragseingänge zuletzt um 8,4 Prozent. Im Februar 2019 waren es 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das war der höchste in einem Februar jemals gemessene Wert in Deutschland.