Wohnimmobilienpreise: Jetzt liegen die Ergebnisse für 2018 vor

„Der aktuelle Bericht der Bundesbank belegt mit Zahlen, was schon vorher deutlich spürbar war: Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland verteuerten sich auch im vergangenen Jahr kräftig“, sagt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Zwar gab der besonders hohe Preisauftrieb bei Wohnimmobilien in den deutschen Städten etwas nach, dafür zogen die Immobilienpreise außerhalb der Städte viel stärker an als in den Jahren zuvor.

Die Preisdynamik befinde sich insgesamt größtenteils im Gleichgewicht, vermerkt der Bericht, aber die Preise für Wohnimmobilien in den Städten fallen weiterhin deutlich aus dem Rahmen.

Die größten Impulse gehen nach wie vor von Eigentumswohnungen aus, allerdings schwächt sich die Entwicklung in diesem attraktiven Segment leicht ab. Die Preise für Häuser legten in den städtischen Gebieten deutlich stärker zu. Insgesamt verlagert sich die Wohnraumnachfrage zum Teil auf das Umland und verstärkt dort tendenziell die Preissteigerungen.

Die Bundesbank warnt bereits seit längerem vor Übertreibungen bei den Immobilienpreisen in deutschen Städten. Preissteigerungen von durchschnittlich mehr als acht Prozent in den Städten und sogar von mehr als neun Prozent in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Köln, München und Stuttgart überschreiten die Preissteigerungen anderer Güter weit. Nach Einschätzung der Bundesbank liegen die Preise in den sieben deutschen Metropolen zwischen 15 und 30 Prozent über dem angemessenen Niveau.

In Heidelberg lagen die durchschnittlichen Preise für eine 60 Quadratmeter große Eigentumswohnung im Jahr 2018 bei 3.700 Euro, in der Altstadt Heidelbergs waren es jedoch 5.800 Euro. Zum Vergleich: In ganz Baden Württemberg kostete eine Eigentumswohnung durchschnittlich 3.000 Euro und in ganz Deutschland 2.800 Euro je Quadratmeter.