Wer beseitigt das Herbstlaub?

Das Laub raschelt wieder so schön unter den Schuhen, bei Regen kann es aber auch zu einer gefährlichen Rutschpartie werden. „Das ist der Grund, warum Immobilieneigentümer und – je nach Mietvertrag – auch Mieter im Herbst einiges zu tun haben.

Auf Gehwegen, die direkt an ein Grundstück grenzen, sowie auf privaten und nicht ausgebauten Straßen müssen Eigentümer in der Regel selbst fegen. Auf Bürgersteigen sind zwar grundsätzlich die Städte und Gemeinden zuständig, diese übertragen die Verkehrssicherungspflicht aber per Straßenreinigungssatzung meistens auf die Hauseigentümer. Diese wiederum können die Pflicht auf ihre Mieter abwälzen.

Unter Nachbarn kommt es gelegentlich zu der Frage, wer wann und in welchem Umfang das Laub von den Bäumen des Nachbargrundstückes beseitigen muss? Grundsätzlich besteht eine Duldungspflicht für das Laub, das von Bäumen benachbarter Gärten auf das eigene Grundstück fällt. Wenn eine übermäßig große Laubmenge anfällt, kann der Betroffene in Sonderfällen eine sogenannte „Laubrente“ verlangen, allerdings nur, wenn wirklich eine „wesentliche Beeinträchtigung“ vorliegt.

Wie oft gefegt werden muss, ist nicht einheitlich geregelt. Für Laub gelten ähnliche Regeln wie für Schnee. An Werktagen sollten Wege zwischen sieben und 20 Uhr von Laub befreit werden. Am Wochenenden und an Feiertagen reicht es, die Arbeit bis neun Uhr erledigt zu haben.

Für Laubsauger gelten Lärmschutzbestimmungen. Als Faustformel gilt, dass eine Nutzung zwischen sieben und 20 Uhr möglich ist. An Sonn- und Feiertagen dürfen lärmintensive Geräte überhaupt nicht eingesetzt werden.

Wer einen Unfall durch nasses Laub erleidet, kann Schadensersatz fordern. Räumpflichtige, die nachweisen können, dass sie den Bereich vor ihrem Haus in angemessenen Abständen gefegt haben, sind rechtlich auf der sicheren Seite.