Was Vermieter wissen müssen

 „Selbstgenutzte Immobilien sind eine gute Altersvorsorge. Wer darüber hinaus eine Wohnung oder ein Haus zur Vermietung anschafft, sorgt noch besser vor. Das ist in Deutschland eine verbreitete Methode zur finanziellen Absicherung, die aber zusätzliche Kenntnisse verlangt“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Rund 60 Prozent aller Mietwohnungen befinden sich im Eigentum von Privatpersonen, und gut die Hälfte aller deutschen Haushalte lebt zur Miete. Die meisten Mietverhältnisse mit Kleinvermietern verlaufen harmonisch. Nebenkostenabrechnung, Wohnungsmängel, Vertragsauslegung und Mieterhöhungen sind die Themen, bei denen es am häufigsten Streit gibt.

Die Gesetzgebung ändert sich ständig und immer wieder schaffen aktuelle Gerichtsurteile neue Fakten. Das war zuletzt bei den Nebenkostenabrechnungen und bei den Schönheitsreparaturen der Fall. Wer zum Beispiel für Schäden am Parkettboden haftet, hängt von der Art des Schadens und dem Alter des Bodens ab. Entscheidend ist, ob es sich um normale Abnutzung handelt oder um echte Schäden. Weist der Boden mehr als oberflächliche Gebrauchsspuren auf, kann der Vermieter Schadenersatz fordern. Die im Mietvertrag formularmäßige Übertragung der Schönheitsreparaturen auf den Mieter bei nicht renoviert übergebener Wohnung kann der Vermieter nach mehreren höchstrichterlichen Urteilen nicht mehr durchsetzen.

Vermieter fragen sich auch, was sie tun können, wenn der Mieter die Miete nicht bezahlt? Kleinvermieter sind meist juristische Laien und wollen nicht immer gleich einen Rechtsanwalt einschalten. Wenn sie auch keine professionelle Hausverwaltung beauftragen wollen, sind verlässliche Informationen notwendig. Dafür steht ab sofort das neue 176-seitige Buch „Vermieter-Set“ der Stiftung Warentest zur Verfügung. Es bietet einen Rundum-Service für private Kleinvermieter mit einfachen und übersichtlichen Antworten auf alle wichtigen juristischen und zwischenmenschlichen Fragen.