Städteranking: Wo lebt es sich gut in Deutschland?

Das aktuelle Städte-Ranking 2019 gibt Aufschluss über die Entwicklung und Attraktivität deutscher Städte. Daran teilgenommen haben alle 71 kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. „Heidelberg belegt in den Bereichen Jugendarbeitslosigkeit, Altersquotient und Kitaquote jeweils den ersten Platz, insgesamt aber nur Platz 27. Deutliche Schwächen sind die Arbeitsplatzversorgung und die Beschäftigungsrate von Frauen“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Der Städtetest wurde gemeinsam von der WirtschaftsWoche, dem Portal ImmobilienScout24 und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln durchgeführt. Die Analyse besteht aus drei Bereichen: Das Niveau-Ranking beleuchtet die aktuelle Situation. Das Dynamik-Ranking untersucht die Veränderung in einem Zeitraum von fünf Jahren und zeigt die Chancen auf. Der Zukunftsindex trifft im Zusammenhang mit Innovation, Kreativität und Digitalisierung Aussagen darüber, wie weit die Städte auf dem Weg ins digitale Zeitalter vorangekommen sind.

Die wichtigsten Aussagen zuerst: Im Zukunftsindex verteidigt Darmstadt den ersten Platz, im Niveau-Ranking liegt München erneut vorn und im Dynamik-Ranking erobert Berlin den ersten Rang. Die Autostädte Wolfsburg und Ingolstadt rutschen deutlich ab. 30 Jahre nach dem Mauerfall stehen Leipzig und Jena gut da. Das Ruhrgebiet bleibt wirtschaftlich schwach, während Süddeutschland weiter zulegt.

Im Niveau-Ranking spiegelt sich die Krise der deutschen Autoindustrie wieder. Ingolstadt fällt von Rang 2 auf 4, Wolfsburg von 5 auf 7. München verteidigt zum siebten Mal in Folge den ersten Platz. Erlangen klettert von Platz 4 auf Platz 2. Den dritten Rang belegt erneut Stuttgart. Verbessert haben sich Frankfurt am Main (von 6 auf 5) und Hamburg, das von Platz 11 im Vorjahr wieder auf Rang 9 in die Top Ten zurückgekehrt ist. Am unteren Ende der Tabelle verharren Bremerhaven sowie die Ruhrgebietsstädte Herne und Gelsenkirchen.