Solarstrom lohnt sich wieder – nicht nur auf dem Dach

„Fotovoltaikmodule finden an vielen Stellen Platz, an der Hauswand, auf der Garage, über der Terrasse, sogar im Garten“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. „Sinnvoll sind sie überall dort, wo die Sonneneinstrahlung potenziell ungehindert möglich ist.“ Wer einen üblichen Preis für eine Solarstromanlage bezahlt und 25 Prozent des Stroms selbst nutzt, erwirtschaftet je nach Lage eine Rendite von 5,6 bis 8,0 Prozent. Das vollständige Einspeisen des Solarstroms ohne Eigenverbrauch bringt dagegen nach Berechnungen von „Finanztest“ nur 1,0 bis 3,3 Prozent Rendite.

Seit die Preise für Solarmodule gesunken sind, boomt Fotovoltaik in Deutschland wieder. Die Zahl der Neuinstallationen ist 2017 um 15 Prozent gegenüber den beiden Vorjahren gestiegen. Allerdings ist nicht jedes Dach ist zur Installation geeignet, zum Beispiel wenn der Neigungswinkel ungünstig ausfällt. Gute Alternativen sind Carports mit integrierter Solaranlage. Architektonisch attraktiv sind auch Terrassenüberdachungen aus Solarmodulen. Sie lassen tagsüber viel Licht durchscheinen und schützen zudem vor der Sonne. Eigentümer sollten sich vor dem Bau über das Genehmigungsverfahren informieren, weil die Vorgaben je nach Wohnort variieren.

Das IKEA Möbelhaus unterstützt derzeit die Verbreitung von Solarenergie und will das Thema Solar hierzulande reif für den Massenmarkt machen. Nach einer Pilotphase mit Verkaufsstellen für die neuen SOLSTRALE Fotovoltaikanlagen in Kaarst, Eching, Walldorf, Ulm und Freiburg startet der Verkauf deutschlandweit Anfang 2019. Partner von Ikea ist das britische Solar-Unternehmen Solarcentury, das auch schon in England, Belgien und den Niederlanden aktiv ist. „Solarenergie ist Umweltschutz und ein Stück Unabhängigkeit von den schwankenden Preisen der Energiewirtschaft gleichzeitig“, ergänzt Michael Fehr.