Neubau oder Altbau? Vorteile und Nachteile abwägen

Das Immobilienangebot ist derzeit nicht besonders groß. „Dennoch haben die meisten Kaufinteressenten genaue Vorstellungen von ihrem zukünftigen Zuhause und nehmen nicht das erstbeste Angebot an“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. „Außer dem Preis spielen andere Kriterien eine entscheidende Rolle, zum Beispiel die Frage: Neu bauen oder Bestandsimmobilie kaufen?“, ergänzt Michael Fehr.

Ein Neubau ist fast immer deutlich teurer. Die hohen Kosten werden durch den Kaufpreis des Grundstücks verursacht, der in ländlichen Regionen günstiger ist als am Rand der Städte. Der Vorzug eines Neubaus liegt darin, dass der Bauherr sein Haus selbst gestalten kann. Das betrifft den Grundriss, die Ausstattung und das verwendete Material. Das fertige Haus ist auf dem neuesten Stand der Technik, energieeffizient, schallgedämmt und möglicherweise barrierearm. Gegen einen Neubau sprechen Unwägbarkeiten in der Bauphase, der zeitliche Aufwand und die Tatsache, dass vorher nicht zu sehen ist, was nachher dabei herauskommt.

Auf einen Altbau trifft das alles nicht zu. Der hat zwar auch einige Nachteile, aber einen entscheidenden Vorteil: Der Käufer kann das Haus oder die Wohnung besichtigen und weiß, was er bekommt. Der Umzug ist oft kurzfristig möglich. Modernisierungen sind nicht sofort fällig und damit auch nicht auf einen Schlag zu finanzieren. Man kann sie nach und nach durchführen, eventuell sogar in Eigenregie. Ein großes Plus sind das gewachsene Umfeld, eine funktionierende Infrastruktur und die oft bessere Lage gegenüber Neubauten.

Für die energetische Sanierung gibt es bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau und beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Zuschüsse und Kredite. Die Erneuerung des Heizsystems oder Maßnahmen zur Dämmung des Daches zahlen sich langfristig immer aus.