Klimawandel: Risiken prüfen für die eigene Immobilie

Das beherrschende Thema des Jahres 2019 war der Klimawandel. „Die Auswirkungen sind bisher noch nicht für jeden Einzelnen direkt spürbar, doch die Jugendproteste auf den Straßen brachten die Befürchtungen vieler zum Ausdruck“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Schäden durch Hitze, Sturm, Hagel oder Starkregen verursachen in Deutschland jedes Jahr hohe Kosten für Eigentümer und Versicherer. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat jetzt eine neue geodatenbasierte Web-Anwendung entwickelt, damit Eigentümer und Investoren die Risiken besser abschätzen und vorsorgen können.

Die Web-Anwendung kann unter www.gisimmorisknaturgefahren.de abgerufen werden. Sie zeigt, wie sich durch bauliche Maßnahmen mögliche Schäden reduzieren lassen. Eigentümer können durch die Eingabe objektbezogener Angaben ermitteln, wie gut ihre Immobilie gegen Extremwetter gewappnet ist.

Das „GIS-ImmoRisk Naturgefahren“ schließt eine Lücke, weil nun erstmals deutschlandweit flächendeckend die Beurteilung von gegenwärtigen und zukünftigen Klimarisiken bei Immobilien möglich wird. Das Tool wird regelmäßig an neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Anforderungen angepasst.

Das BBSR arbeitete in dem Projekt mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Praxis zusammen, darunter dem Deutschen Wetterdienst, dem Karlsruher Institut für Technologie, dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., der Deutschen Rück, dem Climate Service Center Germany und dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung. Ein Fachbeirat, dem Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis angehörten, begleitete das Projekt. Die Internet-Anwendung ist im BBSR-Projekt „GIS-ImmoRisk – Entwicklung eines Geoinformationssystems zur bundesweiten Risikoabschätzung von zukünftigen Klimafolgen für Immobilien“ entstanden.