Immobilienkauf: Erwerber werden immer jünger

„Eine aktuelle bundesweite Auswertung zeigt deutliche regionale Unterschiede beim Alter von Immobilienkäufern und Bauherrn“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Erwerber in Sachsen-Anhalt waren ganz besonders jung, während die Zahlen von Hamburg und Berlin den Altersschnitt nach oben ziehen. Die Analyse offenbart neben dem unterschiedlichen Alter der Erstkäufer auch deutliche Unterschiede des Kaufanteils vermieteter Immobilien und bei der durchschnittlichen Kredithöhe.

Der Altersschnitt in ganz Deutschland sank im Durchschnitt aller Bundesländer von 48 auf 39 Jahre. Baden-Württemberg entspricht ziemlich genau dem Durchschnitt. Das Alter bei der Erstfinanzierung lag 2007 bei 46 und 2017 bei 39 Jahren. Einer der wesentlichen Gründe dafür ist die anhaltende Niedrigzinsphase, weil Sparen sich derzeit kaum lohnt. Die Abzahlung einer eigenen Immobilie ist dagegen aufgrund der niedrigen Baufinanzierungszinsen so günstig wie nie.

Die Finanzierungssummen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland stark. Hamburger nehmen für die Finanzierung einer Immobilie im Schnitt 353.000 Euro auf. Das durchschnittliche Darlehen liegt damit rund 150.000 Euro höher als vor zehn Jahren und verzeichnet 2017 einen bundesweiten Rekord. Dieser Spitzenwert erklärt sich durch die hohen Immobilienpreise in der Hansestadt.

In Baden-Württemberg betrug die Finanzierungssumme 2007 durchschnittlich rund 190.500 Euro, 2017 aber bereits 318.000 Euro. Die niedrigsten Finanzierungssummen verzeichneten 2017 Sachsen-Anhalt mit 192.000 Euro, Thüringen mit 204.000 Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 209.000 Euro.

Berlin und Hamburg verzeichneten 2017 mit 28,5 und 21,6 Prozent den höchsten Anteil von Immobilienkapitalanlegern. In Baden-Württemberg lag der Anteil der Immobilienkapitalanleger bei 18,17 Prozent.