Immobilienfinanzierung: Höhere Hypotheken, niedrigere Monatsbelastung

„Einige unsere Kunden sind wegen der weiter steigenden Immobilienpreise verunsichert. Sie fragen sich: Lohnt es sich noch, Immobilien zu kaufen?“ erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. „Kaufentscheidend ist aber nicht allein der Preis. Wichtig sind auch die Finanzierungsbedingungen, die sich in den vergangenen Monaten immer weiter verbessert haben. Wohnen im Eigentum kann daher inzwischen sogar günstiger sein als das Wohnen zur Miete“.

Die durchschnittliche Darlehenshöhe bei Immobilienfinanzierungen beträgt aktuell rund 291.000 Euro. Während der Hochphase der Corona-Pandemie im April und Mai 2020 war diese Summe leicht zurückgegangenen, doch nun setzt sich der Wachstumstrend fort.

Auch die Finanzierungsbedingungen sind wieder auf dem Niveau des Jahresanfangs. Für Immobilienkäufer sind das beste Aussichten. Die Durchschnittsrate für ein Darlehen über 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehn Jahren Zinsbindung ist gesunken. Sie liegt mit 386 Euro unter der Rate der Vormonate.

Die Bank legt bei der Finanzierung des Kaufpreises den fremdfinanzierten Anteil am Beleihungswert fest. Der Beleihungswert ist nicht identisch mit dem Kaufpreis, sondern gibt den Wert an, mit dem die Bank das Objekt berechnet. Der Beleihungswert ist grundsätzlich niedriger als der Kaufpreis oder die Baukosten. Er enthält einen Sicherheitsabschlag und gibt an, wie viel Eigenkapitel der Darlehensnehmer aufbringen muss. Der Beleihungswert ist zuletzt noch einmal gestiegen. Die Banken gehen demnach weiterhin von einer nachhaltigen Wertentwicklung von Immobilien aus.

Bei großen Darlehenssummen ist es wichtig, eine hohe Tilgung zu vereinbaren, um die Gesamtlaufzeit des Kredits zu reduzieren. Wir raten außerdem zu einer langen Zinsbindung. Damit erreichen unsere Kunden Planungssicherheit“, ergänzt Michael Fehr.