Immobilieneigentümern geht es im Alter besser als Mietern

„Steigende Wohnkosten treffen ältere Menschen viel stärker als jüngere, denn ihre Einnahmen steigen nicht mehr im selben Maße“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Schon jetzt geben zwei Drittel der älteren Mieterhaushalte über 30 Prozent ihres Einkommens für Wohnen aus, Eigentümerhaushalte hingegen nur 15 Prozent.

Die Wohnkosten für Mieterinnen und Mieter ab 65 Jahren stiegen seit 1996 mit 101 Prozent deutlich stärker als für Eigentümerinnen und Eigentümer, die 77 Prozent höhere Kosten hatten. So lautet das Ergebnis einer gemeinsamen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA).

In der Studie wird eine stärkere staatliche Förderung des Wohneigentums gefordert. Diese würde sich aber erst langfristig auswirken, denn der Wohnungs- oder Häuserkauf muss in jüngeren Jahren passieren, zum Beispiel bei der Familiengründung.

Ein zusätzlicher Vorteil von Immobilieneigentum ist der größere finanzielle Spielraum im Alter, der durch Verkauf, Vermietung oder den Umzug in eine kleinere Wohnung realisiert werden kann. Das frei werdende Geld steht dann überwiegend steuerfrei zur Verbesserung der Lebensqualität oder für lange gehegte Wünsche zur Verfügung.

Natürlich muss erwähnt werden, dass Immobilien regelmäßig einen hohen Erhaltungsaufwand verursachen. Wer längere Zeit versäumt hat, Fenster, Dach oder elektrische und technische Einrichtungen zu warten, instandzusetzen oder zu erneuern, muss das irgendwann nachholen. Größere Investitionen stehen etwa alle zehn Jahre an, spätestens aber nach 30 Jahren.

Dieser Zeitpunkt deckt sich oft mit dem Beginn des Rentenalters. Für die Kosten-Nutzen-Rechnung ist das ein sensibler Zeitpunkt. Die Beratung durch spezialisierte Fachleute unterstützt die richtige Entscheidung für ein entspanntes Leben im Alter.