Immobilieneigentümer unterstützen die Energiewende

Das Bundeskabinett hat die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verabschiedet. Seit mehr als 20 Jahren regelt dieses Gesetz die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien. Ebenfalls im Kabinett verabschiedet wurde die Novelle des Bundesbedarfsplangesetzes mit Regelungen zum Ausbau der Stromnetze.

Beide Gesetzentwürfe stehen im engen Zusammenhang. Denn der Erneuerbaren-Ausbau muss mit dem dafür notwendigen Netzausbau synchronisiert werden, damit der Strom vom Ort der Erzeugung zu den Verbrauchszentren transportiert werden kann.

In der EEG-Novelle 2021 wird das Ziel der Treibhausgasneutralität vor dem Jahr 2050 erstmals gesetzlich formuliert. Ob die Regelungen ausreichen, um das Ziel zu erreichen, ist umstritten. Kritik kommt von der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V. und von KIT, der Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft.

„Wind- und Solarkraft haben inzwischen eine wichtige Rolle bei der Deckung des Energiebedarfs in Deutschland übernommen“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 haben Erneuerbare Energien knapp 48 Prozent des Bruttoinlandsstromverbrauchs gedeckt. Das entspricht einem Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Insbesondere im ersten Quartal konnte deutlich mehr Strom aus Wind erzeugt werden als im Vorjahr. Ungewöhnlich viele Sonnenstunden sorgten zudem für den deutlichen Anstieg der Stromerzeugung aus Solarenergie von 13 Prozent. Die prozentuale Zunahme der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch beruht zur Hälfte auf einer stärkeren Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und zur anderen Hälfte auf dem gesunkenen Stromverbrauch. Dieser ging, vor allem coronabedingt, in den ersten drei Quartalen 2020 um knapp fünf Prozent zurück.