Immobilien: Neue Gesetze, Vorgaben und Regeln für das Jahr 2020

Auch in diesem Jahr müssen sich Mieter und Eigentümer von Immobilien wieder auf Neuigkeiten einstellen. „Die Bundesregierung hat die Immobilienwirtschaft als dringendes Handlungsfeld erkannt, das ist erfreulich“, sagt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Das Wichtigste in Kürze:

• Grundsteuer: Der Bundesrat hat der Grundsteuerreform zugestimmt. Das dreistufige Verfahren – Bewertung, Steuermessbetrag, kommunaler Hebesatz – bleibt erhalten. Ein höheres Steueraufkommen soll nicht erzielt werden. Die neue Grundsteuer soll ab 2025 gelten. Vermieter können sie auf Mieter umlegen.

• Energetische Sanierungsmaßnahmen an selbst genutztem Wohneigentum sollen von 2020 bis 2029 durch einen Abzug von 20 Prozent der Aufwendungen von der Steuerschuld gefördert werden. Förderfähig sind Einzelmaßnahmen wie die Wärmedämmung von Wänden und Dächern, die Erneuerung der Fenster oder Außentüren sowie die Optimierung bestehender Heizungen.

• Neue Mietwohnungen sind steuerbegünstigt. Investoren können vier Jahre lang zusätzlich jeweils fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Mietwohnung bei der Steuer geltend machen. Die Abschreibungsmöglichkeit von jährlich zwei Prozent bleibt erhalten. Insgesamt können Bauherren in den ersten vier Jahren also 28 Prozent von der Steuer absetzen.

• Investitionen in bestehende Gebäude sind steuerbegünstigt, wenn sie zu neuem Wohnraum führen, beispielsweise durch Aufstockung oder Ausbau.

• Intelligente Stromzähler sind ab 2020 Pflicht für Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 6.000 kWh.

• Die Wohngeldreform 2020 entlastet Familien mit geringen Einkommen. 660.000 Haushalte sollen mehr Geld bekommen, rund 180.000 Haushalte haben erstmals oder erneut einen Wohngeldanspruch.

• Pendler sollen entlastet werden. Die Entfernungspauschale soll ab dem 21. Kilometer um fünf auf 35 Cent angehoben werden. Diese Maßnahme ist befristet bis zum 31. Dezember 2026.