Finanzierung von Immobilien auch 2021 weiterhin günstig

„Wir haben uns seit Jahren an niedrige Zinsen gewöhnt. Unsere Kunden fragen sich, wie lange es noch so weitergehen kann“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Hier ein kurzer Ausblick:

Die Zinsen für Baufinanzierungen sind im vergangenen Jahr entgegen aller Erwartungen weiter gesunken, zum Teil auf Rekordtiefs. Fachleute gehen auch für 2021 von einem sehr niedrigen Zinsniveau aus. Für diese Annahme spricht, dass die Europäische Zentralbank den Markt weiter mit Geld flutet.

Vermutet werden jedoch leichte Anstiege bei längeren Zinsbindungen. Der zurzeit nur sehr geringe Unterschied zwischen langen und kurzen Laufzeiten könnte wieder größer werden. Ob Banken bei Baufinanzierungen womöglich bald einen Negativzins anbieten, bleibt jedoch Spekulation. Rein rechnerisch leben wir aber wegen der Tilgungszuschüsse in einzelnen Programmen der staatlichen KfW bereits seit Jahren mit einem negativen Effektivzins.

Die Höhe der Zinsen spielt bei der Finanzierung zwar eine wichtige Rolle, ist aber beim Immobilienkauf kein wesentliches Entscheidungskriterium. Wichtiger ist die Entwicklung des Immobilienmarktes. Die Corona-Pandemie hat bisher nur in Ausnahmefällen einen dämpfenden Einfluss auf die Preisentwicklung gehabt. Wohneigentum bleibt stark nachgefragt. Käufer und Bauherren müssen vor allem in Ballungsgebieten auch 2021 mit Preissteigerungen rechnen.

Auch die durch die Pandemie veränderten Arbeits- und Lebensbedingungen wirken sich auf den Immobilienmarkt aus. Die extrem starken Preissteigerungen haben leicht nachgelassen, während die Immobilienpreise in den Randlagen und sogenannten B-Städten stärker anziehen.

Wer auch nach Corona vermehrt im Homeoffice arbeiten kann, wird bereit sein, weitere Wege zur Arbeit in Kauf nehmen – und kann sich aufgrund niedrigerer Immobilienpreise im Umland eine größere Immobilie leisten.