Eigentumswohnung: Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Eigentumswohnungen sind ein relativ junger Immobilientyp. Ihre Verbreitung begann nach dem zweiten Weltkrieg zunächst zögerlich, bevor sie zu beliebten Wohn- und Anlageobjekten wurden. Der rechtliche Status hat sich in dieser Zeit entwickelt und ist in ein ausgefeiltes, zuletzt 2007 reformiertes Wohnungseigentumsgesetz eingeflossen. Dieses Gesetz hat zahlreiche Sonderregelungen hervorgebracht, die auf Außenstehende relativ kompliziert wirken mögen, aber das Zusammenleben und die Absicherung der Gemeinschaft eindeutig regeln. 

Wer im Begriff ist, eine Eigentumswohnung zu erwerben, kauft nicht nur eine Wohnung, sondern wird auch Mitglied einer Eigentümergemeinschaft. Daher ist es sinnvoll, sich vor dem Kauf über Rechte und Pflichten und die regelmäßigen Kosten zu informieren. Der Blick in Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung und Beschlusssammlung ist empfehlenswert.

Wohnungseigentum ist nach der gesetzlichen Regelung das Sondereigentum (Alleineigentum) an einer Wohnung in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum, zu dem es gehört (§ 1 Abs. 2 WEG). Dieser gesetzlich definierte Begriff steht für das, was im allgemeinen Sprachgebrauch als Eigentumswohnung bezeichnet wird. Räume, die als Wohnungseigentum bezeichnet sind, dürfen grundsätzlich nur für Wohnzwecke genutzt werden, wenn nicht in der Teilungserklärung selbst oder in der Gemeinschaftsordnung eine ergänzende oder abweichende Vereinbarung getroffen wurde.

Die Verteilung der Kosten für das gemeinschaftliche Eigentum richtet sich nach dem Verhältnis der Miteigentumsanteile. In der Gemeinschaftsordnung finden sich manchmal spezielle Kostenregelungen, die von der Grundregel der Verteilung nach Miteigentumsanteilen abweichen. Schauen Sie sich auch an, wie hoch die Instandhaltungsrücklage ist. Sie bildet ein finanzielles Polster für anstehende Maßnahmen.