Der Immobilienkauf ist immer noch lohnend

„Auf die Kosten zu achten, ist nicht nur im Supermarkt sinnvoll, sondern erst recht bei größeren Geschäften“, empfiehlt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Aufschlussreich ist beispielsweise der Kostenvergleich zwischen Eigentum und Miete. Bisher galt es als erwiesen, dass das Mieten einer neuen Wohnung günstiger ist als der Erwerb. Doch die Situation auf dem Wohnungsmarkt ändert sich langsam.

Zu den Städten mit den höchsten Preissteigerungen gehören nicht mehr München, Köln und Stuttgart, sondern Dortmund, Essen und Bayreuth. „Da verschiebt sich derzeit einiges. Der Kauf einer Immobilie lohnt sich trotz des hohen Preisanstiegs in den vergangenen Jahren weiterhin – insbesondere im Vergleich mit den hohen Mietkosten“, ergänzt Michael Fehr. In vielen Regionen Deutschlands ist ein Wohnungskauf zum Preis von weniger als 25 Jahresmieten möglich. Wer sich eine neue Mietwohnung in einer Stadt mit traditionell hohen Mieten wie Heidelberg leisten kann, wird sich bei ausreichend hohem Eigenkapital auch den Kauf einer Wohnung leisten können.

Wegen der hohen Neuvertragsmieten und der historisch niedrigen Zinsen nähern sich die Wohnkosten zwischen Miete und Eigentum immer weiter an. Der Unterschied: Der Eigentümer zahlt Monat für Monat seine Hypothek ab und wohnt irgendwann mietfrei, während der Mieter ein Dauerschuldverhältnis eingeht. Die anfangs entstehenden Erwerbsnebenkosten beim Kauf, die der Mieter nicht hat, gleichen sich durch den Vermögenszuwachs nach einiger Zeit aus, und die Vergleichsrechnung geht ins Plus.

Die Angebotspreise für Immobilien klaffen allerdings weit auseinander. Je nach Region sind sie in einigen Städten immens gestiegen, während sie sich im weiteren Umland nur moderat entwickelten oder sogar stagnierten. Flexibilität, Verhandlungsgeschick und Geduld zahlen sich in allen Regionen aus.