Darauf kommt es an: Immobilienbewertung – das A und O beim Verkauf

„Die alte Maklerweisheit ‚Lage, Lage, Lage‘ ist immer noch zutreffend, greift heute aber zu kurz“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. „Die Basis eines erfolgreichen Immobiliengeschäftes ist mehr denn je die Bewertung eines Objektes.“ Dabei geht es darum, wo die beste Wohnlage in einer Region, einer Stadt, einer Straße ist.

Für die Beantwortung dieser Frage gab es lange keine allgemeingültige Berechnungsformel. Inzwischen liefern belastbare Berechnungsmethoden verlässliche Antworten, unter anderem die neue Wohnlageklassifizierung aller Gebäude in Deutschland, die auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Standards entwickelt wurde.

Die Basis dieser Methode bildet eine gemeinsame Auswertung der Daten der F+B Forschung aus Hamburg und der Adress- und Marktdatenbanken der AZ Direct GmbH aus Gütersloh. Für die Beurteilung der Wohnlage eines Gebäudes wurden statistische Modelle entwickelt, um die Qualität der Wohnlage umfassend darstellen zu können. Diese basieren auf Bodenrichtwerten, gemeindeeigenen Wohnlageklassifizierungen, der soziodemographischen Bevölkerungsverteilung, der Lage von Gewerbeunternehmen und möglichen Immissionen durch Verkehr, Industrie und Gewerbe.

Grundsätzlich kann jedes Gebäude in Deutschland danach bewertet werden, ob seine Wohnlage als am besten, gut, mittel, weniger gut oder eher als mäßig eingeschätzt wird. Die Bewertung der Wohnlage kann sich aber schnell ändern und ist daher keine dauerhaft geltende Klassifizierung. Die aktuelle Einstufung ist eine wichtige Information für Standort- und Marktbeurteilungen, denn beim Immobilienverkauf kommt es darauf an, die Zielgruppe richtig zu ermitteln. Wer sich auf standardisierte Bewertungsmaßstäbe stützen kann und über regionale Markt- und Ortskenntnisse sowie über solide Verkaufserfahrung verfügt, platziert sein Angebot sicher am Markt.