Corona: Wie beeinflusst die Krise die Immobilienwirtschaft?

„Derzeit kann niemand die Zukunft des Immobilienmarktes zuverlässig vorhersagen. Es fehlen Zahlen, Daten und vor allem Erfahrungen“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Erste Hinweise ergeben sich aus den Statements führender Spezialisten der Branche. Eine kleine Auswahl:

• bulwingesa, Beratungs- und Analyseunternehmen: „Für sicherheitsorientierte Investoren, wie Pensionskassen und Versicherungen, wird angesichts der massiven Verluste an den Börsen die nachhaltige Stabilität von Wohnimmobilien noch weiter an Bedeutung gewinnen.

• RICS Deutschland, The Royal Institution of Chartered Surveyors: „Die Turbulenzen an den Börsen, sowie die zu anderen Assetklassen vergleichsweise sichereren Mieteinnahmen machen Wohnimmobilien gerade für institutionelle Investoren besonders in Krisenzeiten eher interessant.

• Institut der deutschen Wirtschaft (IW): „Sicherlich wird die Unsicherheit auch in Deutschland dazu führen, dass einige Eigentümer nun verkaufen möchten, andere sind aufgrund der Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung zögerlich, Immobilien zu kaufen.“

• IREBS Immobilienakademie: „In Singapur, Korea und Japan verliefen die Ansteckungskurven günstiger als in Europa (...). In keinem dieser Länder wurden Immobilien dauerhaft als Anlageklasse in Frage gestellt, nachdem SARS oder MERS in Asien grassierten. Diese Erfahrung stimmt optimistisch …“

• Der Tagesspiegel, Berlin, Redakteur Ralf Schönball, 31.03.2020: Vor dem Crash wie am Aktienmarkt sind Immobilien sicher. Aber die Corona-Krise könnte den Markt mit Verzögerung erschüttern. Denn die Zinsen dürften steigen.“