Baukindergeld: Jetzt beantragen

Seit dem 18. September können Familien die neue Förderung für den Bau oder den ersten Erwerb einer selbst bewohnten Immobilie beantragen – und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2018. Vor dem Hintergrund stark gestiegener Immobilienpreise soll das Baukindergeld gezielt Familien mit Kindern fördern.

Familien erhalten für jedes Kind über einen Zeitraum von zehn Jahren jeweils 1.200 Euro Baukindergeld, insgesamt also bis zu 12.000 Euro je Kind. Eine Familie mit drei Kindern kann auf diese Weise bis zu 36.000 Euro Unterstützung erhalten. Voraussetzung ist, dass zumindest ein Kind unter 18 Jahre mit den Eltern im gleichen Haushalt lebt. Außerdem gelten Höchstgrenzen beim Einkommen: Das Haushaltseinkommen darf 75.000 Euro nicht übersteigen, pro Kind kommen 15.000 Euro hinzu. Zugrunde gelegt werden das zu versteuernde Einkommen des Antragsstellers und das des Ehe- oder Lebenspartners nach Abzug von Sonderausgaben, Kinderfreibeträgen und sonstigen Belastungen.

Kritiker bemängeln, dass Wirkung und Nutzen des Baukindergeldes vom Wohnort abhängig sind. In Städten mit hohen Immobilienpreisen deckt die Förderung manchmal noch nicht einmal einen Bruchteil der Kaufnebenkosten ab, während in Regionen mit niedrigen Immobilienpreisen ein erheblicher Teil der Gesamtkosten damit bestritten werden kann.

„Wir begrüßen das Fördermittel“, sagt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg, „weil es jungen Familien mit wenig Eigenkapital zu Wohneigentum verhelfen kann. Wir weisen aber auch darauf hin, dass die Aussicht auf Förderung nicht der einzige Grund für eine Kaufentscheidung sein sollte“.

Für die Abwicklung des Antrags ist die staatliche Förderbank KfW NACH dem Erwerb zuständig. VOR dem Erwerb können dort ggf. weitere Förderprodukte beantragt werden. Mehr Informationen unter www.kfw.de/baukindergeld.