Altbau: Der Staat erleichtert die Gebäudesanierung

„Alte Häuser sind oft günstiger zu bekommen als Neubauten, verfügen oft über einen ansprechenden Baustil und meistens über eine gute Lage. Im Gegenzug bekommt es der Käufer früher oder später mit Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen zu tun“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Das muss kein Nachteil sein, den einen Teil des finanziellen Aufwandes übernimmt der Staat. Dadurch können die Kosten für notwendige Maßnahmen deutlich sinken. Den Überblick über die Förderungsmöglichkeiten zu behalten, ist indes nicht leicht, denn Bund, Länder und Kommunen bieten jeweils eigene Programme an.

Die wichtigsten Fördereinrichtungen sind die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Förderungen werden pro Wohnung entweder als Kredit (bis zu 100.000 Euro) oder als Zuschuss (bis zu 30.000 Euro) gewährt.

Besonders empfehlenswert und wirtschaftlich ist derzeit der Zuschuss zur Energieberatung. Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder per E-Mail an beratungstelefon@zukunftaltbau.de.

Für den Austausch des Heizkessels gibt eine separate Förderung von der KfW. Der Zuschuss beträgt bis zu 7.500 Euro. Die Umstellung auf eine Brennstoffzellenheizung wird ebenfalls von der KfW mit einem Zuschuss von maximal 40 Prozent der Kosten gefördert.

Für Privatleute und Wohnungseigentümergemeinschaften ist die öffentlich-rechtliche KfW-Bankengruppe mit ihrem Programm „Energieeffizient Sanieren“ die richtige Anlaufstelle. Unterstützt werden Maßnahmen zur Wärmedämmung, die über den gesetzlichen Standard der Energieeinsparverordnung EnEV hinausgehen. Dazu gehören zum Beispiel die Dämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken sowie die Erneuerung der Fenster und Außentüren. Dabei gilt: Je höher die Effizienzklasse, desto mehr Geld zahlt der Staat dazu.