30 Jahre alte Heizungen müssen jetzt raus

Viele der jetzt 30 Jahre alten Heizkessel müssen ausgetauscht werden. Diese Regelung wurde in der Energieeinsparverordnung EnEV festgelegt, die auch Bestandteil des neuen Gebäudeenergiegesetzes GEG ist. Betroffen sind über zwei Millionen Öl- und Gasheizungen in Deutschland. Sie überschreiten in vielen Fällen die erlaubte Nutzungsdauer und müssen 2020 erneuert werden.

Hauseigentümer sollten prüfen, ob ihr Heizkessel vor dem Jahr 1990 eingebaut wurde und zu den austauschpflichtigen Geräten zählt, rät die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Das Alter der Heizung ist auf dem Typenschild, im Schornsteinfegerprotokoll oder in den Bauunterlagen angegeben. Wer in einem Haus mit weniger als drei Wohneinheiten seit dem 1. Februar 2002 selbst wohnt, ist nicht betroffen. Bei einem Eigentümerwechsel nach diesem Stichtag müssen die neuen Eigentümer aber innerhalb von zwei Jahren die Heizung tauschen. Unter diese Pflicht fallen alle Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung zwischen vier und 400 Kilowatt. Brennwert- und Niedertemperaturanlagen entsprechen den rechtlichen Vorschriften und dürfen weiterlaufen.

Möglicherweise lohnt sich ein Tausch auch schon früher. Denn alte und ineffiziente Heizkessel belasten Klima und Geldbeutel. Aufgrund der besseren Wirkungsgrade neuer Heizungen rechnen sich die Investitionskosten in vielen Fällen.

„Derzeit fördert die Bundesregierung energiesparende Maßnahmen sehr großzügig über Steuererleichterungen oder durch Zuschüsse der KfW. Das ist ein zusätzlicher Grund für eine Überprüfung der Energiebilanz des eigenen Hauses“, ergänzt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Wer eine neue Heizung kauft, sollte darauf achten, dass sie möglichst wenig Schadstoffe und Kohlendioxid (CO2) ausstößt. In Baden-Württemberg müssen alle neuen Heizungen in bestehenden Gebäuden zu mindestens 15 Prozent durch erneuerbare Energien unterstützt werden.