Schwungvoll ins neue Jahr 2016: Was ändert sich für Eigentümer und Mieter?

„Auch in diesem Jahr müssen sich die Bundesbürger auf neue Regeln und Vorgaben einstellen. Die Änderungen im Immobilienbereich sind jedoch nicht so umfangreich wie in den vergangenen Jahren“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Das Wichtigste in Kürze:
Energiesparen hat weiter hohe Priorität. Daher erhalten auch alte Heizungen jetzt ein Effizienz-Label vom Bezirksschornsteinfeger, zuerst diejenigen, die älter als 29 Jahre sind. Für Verbraucher entstehen keine Kosten. Auch Dunstabzugshauben dürfen zukünftig nur noch wenig Strom verbrauchen, ebenso neue Lüftungsanlagen in Wohnungen.

Gravierender sind die Vorgaben bei Neubauten. Für Heizung und Warmwasser dürfen nur noch drei Viertel der Energiemenge benötigt werden, die bislang zulässig war. Eine weitere Verschärfung betrifft den Wärmeschutz von Wänden und Dächern, der um 20 Prozent besser sein soll als bisher. Für bestehende Häuser gelten diese Änderungen nicht. Bauherren können Förderkredite ab 1. April 2016 für energieeffiziente Neubauten doppelt so hohe Förderkredite bei der KfW aufnehmen wie bisher: Statt bei 50.000 Euro liegt die Obergrenze dann bei 100.000 Euro pro Wohneinheit.

Die Vermieterbescheinigung ist nun Pflicht: Wer eine Immobilie neu vermietet, muss bereits seit dem 1. November 2015 eine Vermieterbescheinigung ausstellen. Bei Versäumnis droht ein Bußgeld. Bei der Mieterhöhung nach Modernisierung soll eine Kappungsgrenze eingeführt werden. Die Miete soll in einem Zeitraum von acht Jahren um nicht mehr als 50 Prozent, maximal um vier Euro pro Quadratmeter, steigen können. Die Mietpreisbremse bei Neuvermietung gilt inzwischen in neun Bundesländern.
Wer per Antenne fernsieht, kann sich im neuen Jahr über den verbesserten Standard DVB-T2 freuen. Für den Empfang sind neue Empfangsgeräte erforderlich. Die flächendeckende Einführung beginnt aber erst ab März 2017.