Rentenlücke mit Mieteinnahmen ausgleichen

„Nicht nur junge Menschen verschieben den Gedanken an die Rente gerne auf später“, weiß Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Laut einer aktuellen TNS-Emnid-Umfrage glauben mehr als 31 Prozent der Bundesbürger, die gesetzliche Rente für die Finanzierung des Lebensabends werde schon ausreichen. Knapp 92 Prozent meinen sogar, dass sie im Alter keine Einbußen bei ihrem Lebensstandard hinnehmen müssen. Damit liegen die meisten falsch. Die gesetzliche Standardrente deckt derzeit nur rund 48 Prozent des Durchschnittseinkommens ab – wegen des demografischen Wandels mit fallender Tendenz. Wissenschaft und Politik diskutieren die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Rentenkassen bereits intensiv. Noch ist in Deutschland kaum etwas vom demografischen Wandel zu merken, meldet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Die Bevölkerung wächst und die Zahl der Arbeitnehmer liegt auf Rekordniveau. Doch das wird nicht so bleiben. Die Altersstruktur in der Bevölkerung verändert sich in den kommenden Jahrzehnten grundlegend. Das Verhältnis von Rentnern zu Berufstätigen steigt. In 20 Jahren müssen zwei Berufstätige einen Rentner finanzieren. Die Politik müsse die aktuellen Haushaltsüberschüsse nutzen, um Rücklagen für die kommenden Jahre zu bilden, fordert das Institut. Das wäre der Einstieg in die steuerfinanzierte Rente. „Statt auf die Politik zu warten, ist es viel sicherer, selbst vorzusorgen“, betont Michael Fehr. Eine abgezahlte Immobilie erspart die Miete im Alter oder bringt Miete ein. „Der Anteil der Kaltmiete beträgt je nach Stadt bis zu dreißig Prozent des Haushaltseinkommens. Über diesen Anteil können Immobilieneigentümern als Rentner zusätzlich verfügen, müssen jedoch bedenken, dass sie für die Instandhaltung ihrer Immobilien selbst verantwortlich sind“.