Politik: Makler und Hausverwalter müssen Sachkunde nachweisen

„Die Immobilienbranche kämpft seit Jahren für ein besseres Image“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Erst jüngst haben Umfragen bestätigt, wie schwer es ist, die tatsächlich erbrachten Dienstleistungen transparent zu machen. Eine Ursache für die geringe Anerkennung ist, dass der Gesetzgeber bisher keinen geregelten Zugang zu den Berufen in der Immobilienwirtschaft vorgeschrieben hat. Das soll sich nun ändern. „Wir begrüßen diesen Schritt sehr und sehen darin eine wesentliche Verbesserung für alle Beteiligten“, berichtet Michael Fehr. Darum geht es: Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Vorschrift des § 34c der Gewerbeordnung ändern und den Verbraucherschutz stärken soll. Danach müssen Makler und gewerbliche WEG-Verwalter zukünftig einen Sachkundenachweis erbringen. Für Verwalter soll der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung verpflichtend werden. Der Sachkundenachweis dient der qualitativen Verbesserung der angebotenen Dienstleistungen. Welche Inhalte der Sachkundenachweis haben wird und wie dieser erfolgen soll, steht noch nicht fest. Der Gesetzentwurf muss dem Bundesrat zur Entscheidung vorgelegt werden. Nach dessen Zustimmung und der Veröffentlichung tritt das Gesetz voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2017 in Kraft. Gewerbliche Wohnungseigentumsverwalter und Makler, die bereits sechs Jahre tätig sind, sollen von der Sachkundeprüfung befreit sein. Dies gilt auch für sich selbst verwaltende Eigentümergemeinschaften oder die nicht gewerbsmäßige Verwaltung durch einen Miteigentümer.