Nur 1,5 Prozent aller Wohnungen sind barrierearm

Die Lebenserwartung der Menschen in den reichen, westlichen Ländern ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Alt werden, gesund bleiben und bequem wohnen – das sind weit verbreitete Wünsche. Wie bequemes Wohnen möglich wird, weiß Ralf Heß, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

„Mit zunehmendem Alter der Bewohner und Bewohnerinnen wird auch deren Haus oder Wohnung älter und damit oft unbequemer“, ergänzt Ralf Heß. Wenn dann größere Reparaturen anstehen oder die Heizung erneuert werden muss, ist es entweder Zeit für einen Umbau oder den Umzug. Prüfen Sie in Ruhe, welche Lösung für Sie am besten ist.

Seniorenhaushalte in Deutschland erfüllen derzeit nach einer empirica-Studie im Durchschnitt nur die Hälfte von elf möglichen Kriterien für Barrierefreiheit. Dazu gehören der stufenlose Zugang zum Haus sowie zu allen Räumen, ausreichend Bewegungsfläche in Küche und Bad, eine erhöhte Durchgangsbreite von Türen und Fluren, ein Boden ohne Unebenheiten sowie eine bodengleiche Dusche.

Der Handlungsbedarf wird zukünftig weiter steigen: Viele Deutsche erreichen heute dank guter Gesundheitsversorgung sowie verbesserter Lebens- und Arbeitsbedingungen ihren 85. oder sogar 90. Geburtstag. Im Jahr 2050 wird jeder Neunte älter sein als 80 Jahre. Derzeit sind aber nur 1,5 Prozent aller Wohnungen barrierearm.

Die Bundesregierung unterstützt Umbaumaßnahmen mit dem KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“. Private Eigentümer und Mieter können – unabhängig von Einkommen und Alter – Zuschüsse beantragen, um Barrieren in Wohngebäuden abzubauen. Bereits kleine Umbaumaßnahmen können zu großen Erleichterungen führen, beispielsweise der Einbau altersgerechter Sanitärobjekte.

Wer sich einen Umbau im Alter nicht mehr zumuten will, hat als Immobilieneigentümer:in auch andere Möglichkeiten. Der Verkauf der alten Immobilie ist in der jetzigen Zeit finanziell äußerst attraktiv und ermöglicht den Umzug in eine bequemere neue Wohnung in guter Lage.