Neue Arbeitswelt, neue Chancen für das Homeoffice

Die Coronapandemie hat in vielen Bereichen ein Umdenken eingeleitet. Welche neuen Gewohnheiten Bestand haben werden, muss sich erst noch erweisen. „Sicher scheint jedoch schon jetzt, dass das Homeoffice sowohl die Arbeitswelt als auch das Wohnen maßgeblich verändern wird“, äußerst Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Die Mehrheit der Beschäftigten, die Homeoffice nutzen konnten, schätzt diese Möglichkeit und möchte sie auch nach der Coronazeit nutzen. Durch die strengeren Pandemie­regelungen im Mai 2021 stiegt der Anteil der Menschen im Homeoffice nochmals. Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ist Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen zu einem Wettbewerbsfaktor geworden. Die jüngste Befragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation nahm die Verschärfung der Pandemieregelungen zum Anlass, um Verbreitung und Akzeptanz von Homeoffice zu beleuchten. Diese repräsentative Befragung ermöglicht Analysen:

•  Im Mai 2021 befanden sich 52 Prozent der Berufstätigen mindestens gelegentlich im Homeoffice. 46 Prozent arbeiteten mehrmals pro Woche von zu Hause aus. Bei den häufigen Nutzerinnen und Nutzern ist das Homeoffice-Potenzial ausgeschöpft.

•  Die Mehrheit der Befragten möchte das Homeoffice-Potenzial auch nach der Coronapandemie weitgehend nutzen. Rund 55 Prozent der Befragten wünschen sich, mindestens ab und zu von zu Hause aus arbeiten zu können.

•  Rund 72 Prozent der Berufstätigen, deren Tätigkeit Homeoffice zulässt, sehen ein geeignetes Homeoffice-Angebot bei der künftigen Wahl einer neuen Arbeitsstelle als wichtig an.

Wie die Zukunft für das Homeoffice aussieht, ist auch eine Frage der individuellen Wohnsituation. Gebraucht werden genug Platz in der Wohnung, eine schnelle Internetverbindung, moderne Kommunikationstechnik und nicht zuletzt verlässliche politische Rahmenbedingungen.