Markt: Immobilienpreise steigen stärker als Mieten

„Wohneigentum bilden oder zur Miete wohnen, das war bisher vor allem eine Frage des Eigenkapitals und des Einkommens. Wer es sich leisten konnte, der kaufte. Doch wegen der billigen Zinsen haben die Preise für Immobilieneigentum so stark angezogen, dass sich die Rechnung neu stellt“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.
Eigentumswohnungen verteuerten sich im bundesweiten Durchschnitt innerhalb der letzten zehn Jahre um 36,8 Prozent, Neuvertragsmieten um 17,6 Prozent und  Bestandsmieten um 6,3 Prozent. Auch Einfamilienhäuser sind in allen Vergleichszeiträumen, die das Beratungsunternehmens F+B untersucht hat, im Vergleich zu Neuvertrags- und Bestandsmieten wesentlich teurer geworden.
Das Unternehmen schreibt seit 2004 den sogenannten F+B-Wohnindex fort. Darin sind Preise und Mieten für alle Nutzungsarten bei Wohnimmobilien enthalten. Die Datenanalyse hat gezeigt, dass von 494 Städten und Gemeinden mit über 25.000 Einwohnern nur eine einzige Kommune (Lampertheim in Hessen) mehr als zehn Prozent Mietsteigerung zwischen den jeweils zweiten Quartalen 2016 und 2015 zu verzeichnen hatte. Im Jahresvergleich gab es häufig deutlich über der Inflationsrate liegende Mietsteigerungen. Aber auch in den Top 50-Städten waren Rückgänge bei den Mieten keine Einzelfälle. So reduzierten sich die Mieten in Dachau im Jahresvergleich um 3,8 Prozent, in Ingolstadt um 3,2 Prozent und in Esslingen am Neckar um 2,1 Prozent.
„In den angesagten Städten fragen sich Kaufinteressenten bereits, ob es trotz der günstigen Zinsen vielleicht günstiger wäre, weiterhin zur Miete zu wohnen“, berichtet Michael Fehr. In Heidelberg trat am 1. Oktober 2015 der nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellte neue Mietspiegel in Kraft. Er gilt bis zum 30. September 2017 und kann Interessenten als Berechnungsgrundlage bei der Entscheidung zwischen Miete und Kauf dienen. Immobilien Winter Heidelberg ist dabei gern behilflich.