In Kraft getreten: Berufszulassung und Weiterbildung für Immobilienmakler

„Die Vermittlung und Verwaltung von Immobilien erfordert viel Fach- und Spezialwissen“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. „Oft geht es um einen beträchtlichen Anteil des Vermögens unserer Auftragsgeber“.

Nach Angaben des Immobilienverbandes Deutschland IVD sind rund 30.000 Makler in Deutschland auf dem Immobilienmarkt aktiv, davon jedoch über die Hälfte nebenberuflich. Jedes Jahr finden mehr als 600.000 Verkäufe mit einem Transaktionsvermögen von mehr als 130 Mrd. Euro statt. Weil es immer um große Summen geht, setzen sich Immobilienverbände und Aktive schon lange für strengere Zugangsvoraussetzungen für diesen Beruf ein. Vor über einem Jahr hat der Bundestag nach langem Ringen endlich ein Gesetz verabschiedet, das am 1. August 2018 in Kraft getreten ist. Es bleibt zwar hinter den Wünschen der Betroffenen zurück, regelt aber immerhin die Berufszulassung und Weiterbildung für Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler.

Nach der neuen Berufszulassungsregelung müssen WEG- und Miethausverwalter  – ebenso wie bisher schon Immobilienmakler – ab sofort eine Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung beantragen, um ihre Tätigkeit auszuüben. Diese wird nur erteilt, wenn sie zuverlässig sind, in geordneten Vermögensverhältnissen leben und eine Berufshaftpflicht gegen Vermögensschäden mit einer Deckungssumme von jährlich 500.000 Euro vorweisen können.

Ab dem 1. August 2018 gilt zudem sowohl für Immobilienverwalter als auch Immobilienmakler eine Weiterbildungsverpflichtung in einem Umfang von 20 Stunden innerhalb von drei Jahren – und zwar für den Geschäftsinhaber und alle Beschäftigten, die direkt an der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirken.
„Das Gesetz ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, ergänzt Michael Fehr. „Es dient dem Schutz der Verbraucher und wertet den Berufsstand auf“.