Immobilienpreise steigen gegen alle Erwartungen weiter

„Die enorm gestiegene Bedeutung des Immobilienmarktes ist auch weniger Interessierten nicht verborgen geblieben“, stellt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg, fest. Insider hatten eigentlich damit gerechnet, dass der Preisauftrieb bei Immobilien sich mit Beginn des Jahres 2016 langsam abschwächen würde. Tatsächlich waren die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser Ende vergangenen Jahres noch gefallen, erst im Dezember ergab sich bundesweit wieder ein leichtes von 0,23 Prozent. Anfang 2016 betrug das Plus mit 2,17 Prozent zum Vormonat dann aber schon die größte Veränderung in der Auswertung des Hauspreisindex EPX.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist unter anderem die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien in den Metropolregionen, Universitätsstädten und an Standorten mit positivem Bevölkerungssaldo.

Diese Situation ist auch für Investoren von Bedeutung: Die zunehmende Attraktivität der Wohnungsmärkte wird höhere Mieten und steigende Objektwerte zur Folge haben, lautet dementsprechend das Ergebnis einer Analyse der Investmentstandorte für das Segment Wohnen von Catella. Investoren werden bei dieser Marktlage weiterhin bereit sein, Kapital in Wohnimmobilien anzulegen. Das Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen weist in dieselbe Richtung: Durch die hohen Zuzugszahlen aus dem In- und Ausland dürfte die Aufwärtsbewegung vor allem in den Städten anhalten, lautet ihr Fazit.

„Das aktuelle Signal der Europäischen Zentralbank, den Leitzins auf Null zu setzen, treibt die Entwicklung noch zusätzlich an. Erstmals wird offen von Preisübertreibungen gesprochen und auf das Problem der Entkopplung von Miet- und Investmentmärkten hingewiesen“ ergänzt Michael Fehr.