Immobilienmarkt: Preissteigerung setzt sich fort

Laut einer aktuellen Wohn- und Finanzierungsmarktanalyse stiegen die Immobilienpreise in den vergangenen zwölf Monaten weiterhin in allen Bereichen. „Auf der Basis einer großen Datenmenge ergaben sich aufschlussreiche Aussagen zum Immobilienmarkt“, erklärt Michael Neuberger, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Laut Analyse haben sich die Immobilienpreise im zurückliegenden Jahr 2021 insgesamt weiter erhöht, vor allem in den Metropolregionen – beispielsweise in München mit 24 Prozent sowie in Leipzig und Hamburg mit je 23 Prozent. Die Hauspreise stiegen im vergangenen Jahr im Saarland um 18 Prozent. Die Bundesländer Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt verzeichneten eine Erhöhung der Kaufpreise für Häuser von 16 Prozent. In dem seit längerer Zeit angespannten Markt in Berlin legten die Hauspreise noch einmal um 17 Prozent zu.

Die Wohnungspreise stiegen durchschnittlich um elf Prozent, in Bremen um zwölf Prozent. Hamburg bildet eine Ausnahme, dort stiegen die Wohnungspreise nur noch um ein Prozent. Die höchste Verteuerung verzeichnet München. Die bayerische Hauptstadt führt die Liste der Metropolen mit dem größten Preiswachstum an.

Im ersten Quartal 2022 zogen die Immobilienpreise in der Bundesrepublik nach zwei Quartalen mit moderater Preissteigerungen besonders deutlich an. Die Preise gebrauchter Einfamilienhäuser legten im ersten Quartal 2022 mit 5,4 Prozent so stark zu, wie noch nie seit Aufzeichnung der Daten. Eigentumswohnungen im Bestand verteuerten sich um drei Prozent zum vorigen Quartal. Die Preise für Mietwohnungen stiegen mit 1,2 Prozent hingegen nur leicht.

Laut Immobilienspiegel beträgt der durchschnittliche Kaufpreis für eine 100 Quadratmeter große Wohnimmobilie in Heidelberg aktuell rund 5.000 Euro pro Quadratmeter. Die Preise für Immobilien in Heidelberg liegen über den durchschnittlichen Immobilienpreisen in Deutschland.

Fachleute sind von dieser Entwicklung überrascht, denn Zinsen und Energiekosten sind in den ersten drei Monaten des Jahres gestiegen. Die Kaufpreise für Immobilien hätten im Umkehrschluss eigentlich stagnieren oder sinken müssen.