Immobilienkäufer weichen hohen Preisen in den Städten aus

„Die hohen Immobilienpreise in den attraktiven Städten Deutschland veranlassen viele Kaufinteressenten dazu, mit ganz besonders spitzem Bleistift zu rechnen“, stellt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg, fest. „Dabei werden oft auch die Wohnwünsche auf den Prüfstand gestellt.“
Tatsächlich zeichnen sich bereits Veränderungen ab. Zum ersten Mal seit der Jahrtausendwende zogen im Jahr 2014 mehr Inländer aus den Großstädten weg als hinzukamen, ergab eine Studie des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) aus 66 kreisfreien Großstädten. Besonders für 30- bis 50-Jährige und für Familien verlieren die Großstädte ihre bisherige Anziehungskraft. Familiär ungebundene Erwachsene sowie 18- bis unter 30-Jährige finden Großstädte hingegen nach wie vor attraktiv.
Ziel der Fortzüge sind oft die Vorstädte, nicht so sehr  das Leben auf dem Lande. Dass aber auch die sogenannten ländlichen Räume in Deutschland äußerst vielgestaltig sind, hat gerade das Thünen-Institut belegt. Ein neu entwickelter Landatlas nimmt ländliche Regionen unter die Lupe (www.landatlas.de). Interessenten finden dort viele Informationen zur sozialen, demographischen und wirtschaftlichen Situation, zum Wohnen, zur Versorgungslage und zur Erreichbarkeit verschiedener Einrichtungen. Zahlreiche Landkreise in dünn besiedelten Gebieten verloren seit dem Jahr 2000 bis zu ein Fünftel ihrer Einwohner.
Tipp vom Spezialisten und wichtigste Aussage für Immobilieninteressenten: Wachsende Städte bedeuten steigende Immobilienpreise. Regionen abseits der Ballungsräume werden weiter an Bevölkerung verlieren, bieten aber die Chance, Immobilien günstig zu erwerben.