Immobilienindex 2022: Preise steigen seit 17 Jahren

Der bulwiengesa-Immobilienindex 2022 beschreibt zum 46. Mal in Folge die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland: Seit nunmehr 17 Jahren steigen die Immobilienpreise. Das durch die Coronapandemie bedingte Auf und Ab der Konjunktur konnte die Immobilienpreise nur partiell beeinflussen. Im Vergleich zu 2020 hat sich das Wachstum sogar wieder gesteigert.

„Die Daten von bulwiengesa sind ein wichtiger Gradmesser für die Immobilienwirtschaft“, erklärt Jens Rückert, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg, „sie fließen unter anderem in die Preisindizes der Deutschen Bundesbank ein“.

Die wichtigsten Ergebnisse: Die Immobilienpreise stiegen 2021 um 4,6 Prozent. Die Wohnungsmärkte zogen weiter an, besonders bei Kaufobjekten. Die Büromieten stiegen, die Leerstände auch. Der Sinkflug der Einzelhandelsmieten hielt an. Bayerische Städte verzeichneten die höchsten Preissteigerungen seit 46 Jahren.

Der deutsche Wohnungsmarkt bleibt von hoher Nachfrage, die vom Angebot nicht gedeckt werden kann, geprägt. Vor allem Kaufobjekte werden massiv nachgefragt. So stiegen die Kaufpreise für Reihenhäuser um 7,8 Prozent, für Grundstückspreise für Einfamilienhäuser um 7,6 Prozent und für Neubau-Eigentumswohnungen um 6,4 Prozent. Dagegen ist der durchschnittliche Mietanstieg bei Wohnungen im Neubau mit 3,6 Prozent und im Bestand mit 2,2 Prozent vergleichsweise moderat.

Dazu sagt Felix Embacher, Bereichsleiter Research & Data Science bei bulwiengesa: „Der Wohnungsmarkt bleibt in Bewegung. Er verfehlt jedoch Jahr um Jahr die politisch gesetzten Fertigstellungsziele, sodass sich ein enormer Genehmigungsüberhang aufgebaut hat.“

Unter den Städten mit den höchsten Veränderungsraten bei den Preissteigerungen rangiert Heidelberg mit 3,2 Prozent auf Platz acht aller 49 seit 1975 untersuchten Städte in Westdeutschland nach München, Rosenheim, Regensburg, Wiesbaden, Frankfurt am Main, Mainz und Augsburg.