Immobilienförderung soll Schritt für Schritt effizienter werden

„Die Neubauförderung der Bundesregierung sorgte zuletzt für Schlagzeilen“, erläutert Michael Neuberger, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Die Umstellung auf mehr Klimaschutz und Effizienz geht nicht ohne einschneidende Veränderungen ab. Antragsteller waren enttäuscht, weil der Fördertopf zu schnell ausgeschöpft war.

Das Wirtschaftsministerium erarbeitet derzeit eine Förderung, die Deutschland schnell klimaneutral machen soll. Für das Jahr 2022 gilt noch eine Übergangslösung: Dazu gehörte auch die Stufe 1 der neu ausgerichteten Neubauförderung für Wohn- und Nichtwohngebäude. Sie war der Anlass für den Unmut, denn das Fördergeld reichte nur für einen Tag. Viele Antragsteller gingen leer aus.

Stufe 2 der Neubauförderung startete nahtlos nur einen Tag später mit dem Programm EH 40-Nachhaltigkeit, dessen Konditionen aber wesentlich anspruchsvoller sind. Das Programm ermöglicht eine Neubauförderung nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Das QNG ist bereits seit Mitte 2021 optionaler Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude und wird nun in Stufe 2 verpflichtend. Die Stufe 2 der Neubauförderung läuft bis zum 31.12.2022.

Als dritte und letzte Stufe der Neuausrichtung der Neubauförderung ist ab Januar 2023 ein neues umfassendes Programm mit dem Titel „Klimafreundliches Bauen“ vorgesehen. Dieses Programm wird die Treibhausgas-Emissionen der Gebäude noch stärker in den Fokus stellen. Das Programmes wird aktuell in der Bundesregierung erarbeitet. Nähere Informationen zu den Förderkonditionen der Neubauförderung finden Sie unter www.kfw.de/beg

Neben der Neubauförderung werden auch Sanierungsmaßnahmen staatlich gefördert. Die Antragsstellung für die Sanierungsförderung läuft bereits seit dem 22.02.2022 und wird weiter fortgesetzt. Die Sanierungsförderung ist für den Klimaschutz besonders wichtig, da hier der höchste Klimaschutzeffekt erzielt werden kann. Die Sanierungsförderung umfasst verschiedene Einzelmaßnahmen, die helfen Energie und Geld zu sparen – zum Beispiel den Austausch alter Fenster und Außentüren, alter Heizungsanlagen sowie die Dämmung von Wänden, Decken oder Dächern.