Immobilien zur Anlage immer noch lohnend

„Für Immobilieninvestoren wird es immer schwerer, geeignete Objekte zu finden“, berichtet Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Das Analyseinstituts bulwingesa bestätigt, es sei noch einmal anspruchsvoller geworden, sichere Renditen zu erzielen. Die „5 %-Studie“ des Instituts gibt Aufschluss darüber, wo Investitionen sich heute noch lohnen.

Büromarkt: Die Risiko- und Renditespreizung bei Büroimmobilien in A-Städten haben sich stark vergrößert. Der deutlichste Rückgang ist in den A-Städten zu verzeichnen, recht konstant blieben dagegen B-Städte. Die Kaufpreise sind nach wie vor hoch, obwohl die Risiken zunehmen. Viele Investoren sind unsicher, wie sich Homeoffice auf die künftige Büroflächennachfrage auswirken wird. Derzeit ist die Praxis von Homeoffice noch nicht so weit etabliert, dass dadurch das Arbeiten im Büro abgelöst werden könnte.

Einzelhandel: Der Investmentmarkt für Shoppingcenter liegt brach. Derzeit werden nur wenige gehandelt, die Nachfragesituation ist schwierig. Käufer müssen oftmals hohe Investitionen für Umnutzungen einkalkulieren. Investoren sind unsicher, in welchem Umfang künftige Mietanpassungen ausfallen oder Läden schließen. Begehrte Investments sind weiterhin lebensmittelorientierte Einzelhandelsflächen und Fachmarktzentren mit hohen Anteilen an Angeboten des periodischen Bedarfs.

Wohnimmobilien: Eine sichere Sache sind nach wie vor Wohnungen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich in diesem Bereich am wenigsten verändert. Die Kaufpreise werden laut bulwiengesa-Prognose bis 2024 vermutlich ein geringeres Wachstum aufweisen als in den vorangegangenen Jahren. Die Wohnungsnachfrage ist trotz mehr Kurzarbeit und höherer Arbeitslosigkeit infolge der Coronakrise gut. Allerdings ist das Angebot in vielen Städten weiterhin gering. Das Niveau der erzielbaren Renditen bleibt niedrig, die Marktrisiken sind überschaubar.