Geteilter Immobilienmarkt 2017

„Wenn es um Aussagen zum Immobilienmarkt in Deutschland geht, schauen immer alle gern auf die sogenannten Big-Five. Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München stehen im Fokus des Interesses vieler Studien“, sagt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. München ist demnach die dynamischste deutsche Stadt. Sowohl der hohe Einwohnerzuwachs als auch die niedrige Leerstandsquote werden vermutlich noch über Jahre für weitere Preiserhöhungen sorgen. Berlin hat für eine europäische Hauptstadt immer noch ein niedriges Preis- und Mietniveau, das weitere Preissteigerungen erwarten lässt. Frankfurt ist derzeit unter den deutschen Metropolen die Stadt mit dem geringsten Preisanstieg, wobei der Brexit noch Überraschungen bereit halten könnte. In Hamburg fällt eine hohe Bautätigkeit auf, die sich auf die enorme Mietdynamik der vergangenen Jahre dämpfend auswirkt. Ähnliches gilt für Düsseldorf, wo die Leerstandsquote im aktuellen Zyklus relativ hoch ist. „Doch die Trends, die dort gelten, lassen sich nicht einfach auf andere Regionen übertragen“, weiß Michael Fehr. Für Universitätsstädte, Kleinstädte und insbesondere für ländliche Regionen gelten ganz andere Regeln. „Im bundesweiten Durchschnitt zeichneten sich am Ende des ersten Quartals 2017 sogar erstmals seit drei Jahren leicht fallende Preise ab. Durchschnittswerte sind zwar eher geeignet, einen Trend abzubilden als die Spitzenwerte ausgesuchter Städte. Entscheidend sind aber immer die regionalen Entwicklungen“, ergänzt Michael Fehr. Heidelberg punktet mit hoher Lebensqualität, der reizvollen Lage am Neckar und der ältesten deutschen Universität. Das Mietpreisniveau und die Immobilienpreise liegen unter denen von München und Stuttgart, doch sowohl zwischen den Stadtteilen als auch zwischen Umland und Stadt gibt es erhebliche Preisunterschiede. Immobilieninteressenten sind gut beraten, sich an ortskundige Fachleute mit ausgeprägten Marktkenntnissen zu wenden.