Gebäudeenergiegesetz: Dreißig Jahre alte Heizkessel müssen jetzt raus

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) trat am 1. November 2020 in Kraft. Es fasst bisherige Gesetze und Verordnungen zusammen. Neu formuliert wurden die Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien. „Für einige Immobilieneigentümer besteht jetzt Handlungsbedarf“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Es ist sehr nützlich, das genaue Alter der eigenen Heizanlage zu kennen, denn das GEG enthält eine Austauschpflicht für alte Heizkessel. Betroffen sind 30 Jahre alte Öl- und Gasheizungen.

Laut einer aktuellen Umfrage kennen immerhin 69 Prozent der Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland das Alter ihrer Heizanlage genau. Ein Viertel kennt es aber nur ungefähr und fünf Prozent kennen es gar nicht. Wer jetzt nachsehen will: Das Alter steht auf dem Typenschild des Heizkessels.

Der Wechsel einer Heizanlage ist meistens ab einem Alter von zwanzig Jahren sinnvoll, manchmal auch früher. Eine neue Anlage senkt nicht nur die Energiekosten, sondern wird derzeit kräftig vom Staat bezuschusst. Bei einem Wechsel auf eine klimafreundliche, emissionsarme Heizung können Eigentümer bis zu 45 Prozent der Kosten sparen. Aber Achtung: Die Fördermittel werden nur so lange gewährt, wie der Heizungstausch noch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Wer eine Heizung hat, die älter als 15 Jahre ist, sollte auf einen Ausfall vorbereitet sein. In einem Notfall wäre der schnelle Austausch des Kessels möglicherweise nicht die beste Lösung. Besser ist es, vor Beginn der Arbeiten sorgfältig zu planen. Eine neue, emissionsarme Heizung sollte dem Bedarf und dem Gebäude gut angepasst sein. Eine Energieberatung und weitere Informationen zum Gebäudeenergiegesetz bieten unter anderem die Verbraucherzentralen an unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.