Förderung der Infrastruktur für E-Mobilität wird verbessert

„Auf den Straßen sind immer mehr E-Autos unterwegs. Damit sich der Trend weiter fortsetzt, ist eine verbesserte Ladeinfrastruktur notwendig“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Eine neue Förderung soll jetzt für mehr Tempo sorgen, damit Autofahrer bald auch bequem zu Hause tanken können.

Das Gesetz zur Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für Batterieelektrofahrzeuge soll für mehr E-Ladestationen im öffentlichen Raum sorgen. Private Lade­möglichkeiten im Bereich von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) sind darin leider noch nicht ausreichend berücksichtigt, bemängelt der Verband der Immobilienverwalter Deutschland.

Das Gesetz fördert zunächst ein flächendeckendes, öffentliches Schnellladenetz. Bis 2023 schreibt der Bund den Bau und Betrieb von rund 1.000 Ladeparks aus und stellt dafür zwei Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Weil die meisten Nutzer ihre E-Autos aber am liebsten zu Hause aufladen wollen, wurde das KfW-Förderprogramm für Wallboxen auf nun eine halbe Milliarde Euro aufgestockt. Wegen der Coronakrise konnten Wohnungseigentümer in den vergangenen Monaten jedoch keine Eigentümerversammlungen abhalten und keine Beschlüsse fassen. Dadurch kam der Ausbau der Ladeinfrastruktur bei den etwa vier Millionen Stellplätzen in Eigentümergemeinschaften ins Stocken. Die Förderprogramme seien überdies noch nicht ausreichend an die Besonderheiten von Eigentümergemeinschaften angepasst, bemängelt der Verband. Denn Umfeldmaßnahmen werden nicht gefördert. Dazu gehören in vielen Fällen die Erneuerung der Gebäudeelektronik und Stromanschlüsse, damit diese den höheren Anforderungen entsprechen.

Die E-Mobilität ist ein wichtiges Instrument zum Erreichen der Klimaziele. Die energetische Gebäudesanierung gehört dazu.