EZB-Entscheidung macht leichten Anstieg der Zinsen möglich

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung signalisiert weiterhin überdurchschnittliche Zuwächse des Bruttoinlandsprodukts „Der deutschen Wirtschaft geht es so gut wie lange nicht“ kommentiert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Diesen Eindruck hat offenbar auch der Chef der Europäischen Zentralbank, EZB, Mario Draghi, denn er passt seine Geldpolitik vorsichtig den verbesserten wirtschaftlichen Aussichten in der Eurozone an.

In der Vergangenheit hatten sich die Finanzexperten schon fast an die über viele Monate gleichlautenden Meldungen der EZB gewöhnt. Deren wiederholten Ankündigungen, die Geldpolitik zu straffen, hatten im Jahresverlauf keine nennenswerten Folgen gehabt. Nach einem kleinen Zinsanstieg im Sommer um rund 0,2 Prozent bewegten sich die durchschnittlichen Zinssätze für Baudarlehen in den vergangenen Wochen auf dem Niveau vom Jahresanfang.

Doch die jüngste Entscheidung der EZB unterscheidet sich erstmals von den bisherigen: Ab 2018 sollen die Anleihekäufe, die die Konjunktur ankurbeln sollen, halbiert werden – zunächst bis zum September 2018. Immobilienkäufer mit Finanzierungsbedarf werden das demnächst mit hoher Wahrscheinlichkeit zu spüren bekommen. „Wir rechnen in den kommenden Wochen mit einem leichten Zinsanstieg“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Derzeit erhalten Immobilienkäufer im Schnitt für eine monatliche Kreditrate von 1.000 Euro bei einer anfänglichen Tilgungsquote von drei Prozent sowie zehnjähriger Zinsbindung einen Darlehensbetrag über rund 275.000 Euro.
„Es lohnt sich die Zinsentwicklung wieder genauer zu beobachten und auf die Entscheidung für den Kauf von Immobilien abzustimmen“, rät Michael Fehr.