Erneuerbare Energien immer wichtiger

„Mehrere Umstände haben dazu geführt, dass die Energiepreise explodieren. Dazu gehören die CO2-Abgabe, Engpässe auf dem europäischen Energiemarkt und die schnelle Erholung der Wirtschaft im Zuge der Pandemie“, sagt Jens Rückert, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg.

Die neue Bundesregierung setzt auf den Ausbau der erneuerbaren Energie. Bis zum geplanten Anteil von 80 Prozent im Jahr 2030 ist es aber noch ein weiter Weg. Damit Immobilieneigentümer und -eigentümerinnen sowie Mieter und Mieterinnen günstig grünen Strom beziehen können, müssen Wind- und Solarenergie forciert vorangetrieben und das Netz ausgebaut werden.

Im gesamten Jahr 2021 stammten gut 42 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien, das zeigen Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Anteil der Erneuerbaren liegt damit 2021 niedriger als im Vorjahr. Im Jahr 2020 deckten erneuerbare Energien bereits knapp 46 Prozent des verbrauchten Stroms.

Die Witterungsverhältnisse trugen maßgeblich zum Rückgang des Anteils der erneuerbaren Energien bei. Insbesondere die erste Jahreshälfte war deutlich windärmer als im Vorjahr. Windkraftanlagen an Land machten im Jahr 2021 mit 92 Mrd. kWh den größten Anteil der regenerativen Stromerzeugung aus. Gut 25 Mrd. kWh Strom stammten zusätzlich aus Windenergieanlagen auf See. Photovoltaikanlagen lieferten gut 51 Mrd. kWh, dicht gefolgt von Biomasse mit knapp 50 Mrd. kWh. Wasserkraftanlagen lieferten knapp 20 Mrd. kWh.

Der in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte nach Angaben des statistischen Bundesamtes 2021 mehrheitlich immer noch aus konventionellen Energieträgern. Kohle war mit einem Anteil von 31,9 Prozent an der insgesamt eingespeisten Strommenge der wichtigste Energieträger zur Stromerzeugung. Ihr Anteil ist entgegen der Ziele sogar noch gestiegen.