Enorme Wertsteigerung von Immobilien

„Immobilien als Kapitalanlage galten lange Zeit nicht gerade als spannendes Investment“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. „Das sieht heute wegen der enormen Wertentwicklung ganz anders aus“.

Wer vor über zehn Jahren sein Geld in Immobilien angelegt hat, rechnete vor allem mit der Rendite. Der Wertzuwachs spielte nur eine untergeordnete Rolle, denn Immobilien waren und sind immer Teil einer langfristigen Anlagestrategie. Dafür sorgen schon die deutschen Steuergesetze und die Finanzierungsbedingungen.

Ein schneller Umsatz von Immobilien und spekulatives Kaufen und Verkaufen würde die Blasengefahr erhöhen. Das lohnt sich nur, wenn die Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis sehr hoch ist und die Zinsen niedrig sind. Weil davon immer wieder die Rede ist, hat Immobilienscout24 die Wertentwicklung von Wohnimmobilien innerhalb der vergangenen fünf Jahre in den fünf größten deutschen Metropolen analysiert.

Danach stieg der Wert für Immobilieneigentum in Berlin innerhalb von fünf Jahren um bis zu 84 Prozent. Eigentümer:innen konnten für eine 80 Quadratmeter große Eigentumswohnung in mittlerer Lage und Ausstattung einen um 170.880 Euro höheren Kaufpreis ansetzen als vor fünf Jahren. In Köln waren Bestandswohnungen im gleichen Zeitraum um 66 Prozent teurer geworden, das war der zweithöchste Anstieg unter den fünf größten deutschen Städten. In Frankfurt am Main stieg der Wert von Bestandswohnungen gegenüber dem dritten Quartal 2016 um 64 Prozent, in Hamburg um 54 Prozent. In München lagen die Angebotspreise im Vergleich am höchsten. Trotz des hohen Ausgangsniveaus war noch ein Wertzuwachs von 43 Prozent zu verzeichnen.

Wohnimmobilien haben sich im Gegensatz zu anderen Anlageformen in den vergangenen Jahren als stabile, sichere und rentable Kapitalanlage bewährt. Das betrifft Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen gleichermaßen und gilt sowohl für Immobilien zur Eigennutzung wie zum Vermögensaufbau. „Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt – aber vermutlich nicht mehr ganz so dynamisch“, ergänzt Michael Fehr.