Energie sparen: Förderung so attraktiv wie nie zuvor

Der Europäische Green-Deal findet viel Zustimmung: Drei Viertel der Deutschen bewerten das Ziel, bis 2050 als erster Kontinent klimaneutral zu werden, als wichtig bis sehr wichtig. Zwei Drittel der Befragten wollen deshalb ihren alten Heizölkessel durch neue Heiztechnik ersetzen, fast ebenso viele wollen sich von der Gasverbrennung zur Wärmeproduktion verabschieden.

Deutschland hat seine Klimaziele neu formuliert und will sogar schon bis 2045 klimaneutral werden. „Sparsamer Verbrauch allein wird nicht reichen, um diesem Ziel näher zu kommen“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Es hilft aber bereits, die Heizung auf den Sommerbetrieb umzustellen. Das vollständige Abschalten älterer Heizungsanlagen in den Sommermonaten ist meistens nicht sinnvoll. Wer vermietet, sollte sich außerdem an der Heizperiode von 1. Oktober bis 30. April orientieren.

Die Heizung auf ein modernes System umzustellen, ist derzeit besonders lohnend, weil der Staat Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern künftig bis zu 50 Prozent Förderung für energetische Gesamtmaßnahmen gewährt. Die staatlichen Zuschüsse steigen damit um maximal 27.000 Euro pro Wohneinheit.

Die verbesserte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist seit dem ersten Juli 2021 in Kraft. Hinzu gekommen ist die Effizienzhausklasse 40 mit einer besonders hohen Förderung. Ein Bonus von fünf Prozent ist für alle möglich, die nach der Sanierung vorwiegend erneuerbare Energien nutzen. Sie profitieren dann auch von einer Erhöhung der förderfähigen Kosten von 120.000 auf 150.000 Euro. Die Förderung von energetischen Maßnahmen ist damit so attraktiv wie noch nie.

Förderfähig sind Neubauten sowie Gesamtsanierungen aber auch Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden, die schrittweise umgesetzt werden. Die BEG gilt für alle energetischen Baumaßnahmen bei Wohnhäusern und Nichtwohngebäuden.