Daten, Zahlen, Fakten: mehr Neubau, steigende Nachfrage, höhere Preise

„Die aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt lassen sich anhand von Zahlen verdeutlichen“, sagt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Der Markt ist weiterhin geprägt von steigenden Preisen, hohen Zahlen im Baugewerbe und noch auf Jahre von einer großen Nachfrage.

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind nach Auskunft des statistischen Bundesamtes im ersten Quartal 2021 durchschnittlich um 9,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. Diese Preisentwicklung war sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen zu beobachten. Besonders deutlich stiegen die Preise für Wohnungen in Großstädten mit plus 11,3 Prozent und in den sieben größten Metropolen – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf – mit plus 11,1 Prozent sowie mit plus 11,3 Prozent für Ein- und Zweifamilienhäuser in dünn besiedelten ländlichen Kreisen.

Die Erwerbsnebenkosten für Käufer sind dagegen aufgrund des neuen Gesetzes über die Verteilung der Maklerkosten um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesunken.

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war laut Destatis im April 2021 um 9,8 Prozent höher als im Vormonat. In den ersten vier Monaten des Jahres 2021 stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 1,2 Prozent. Der Auftragseingang betrug im April 2021 rund 7,9 Milliarden Euro. Das waren sieben Prozent mehr als im April 2020 und damit der höchste jemals gemessene Wert an Neuaufträgen in einem April in Deutschland.

Die Nachfrage nach Wohnungen wird noch lange weiter wachsen. Die Ursache dafür ist die steigende Zahl der Haushalte – besonders die der Singlehaushalte. Die Zahl kleiner Haushalte wird laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bis 2040 um 3,8 Prozent auf 33 Millionen zunehmen.