CO2-Bepreisung: Mehrkosten für Hauseigentümer mit nicht sanierten Häusern

„Die neue CO2-Bepreisung für Verkehr und Wärme ab 2021 ist das Herzstück des Klimaschutzprogramms“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Hauseigentümerinnen und Eigentümer zahlen in der Folge für einen Liter Heizöl in diesem Jahr rund acht Cent mehr. In den nächsten Jahren sollen die CO2-Kosten von Erdgas und Heizöl weiter steigen.

Die Bepreisung ist mit einem festen System gestartet. Sie steigt von Jahr zu Jahr. Seit 1. Januar sind 25 Euro pro Tonne CO2 für Kraft- und Brennstoffe fällig. Das entspricht einem Aufschlag von 79 Euro pro 1.000 Liter Heizöl. 2022 steigt der CO2-Preis auf 30 Euro pro Tonne CO2, 2023 auf 35 Euro, 2024 auf 45 Euro und 2025 auf 55 Euro. Wie hoch die Erhöhungen in den folgenden Jahren sein werden, steht noch nicht fest.

Ein Beispiel: Für ein Einfamilienhaus mit Ölheizung betragen die Mehrkosten bei einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Liter Heizöl je nach Entwicklung der CO2-Bepreisung in den nächsten 20 Jahren zwischen 15.000 und 25.000 Euro. Das ist die Zeitspanne, in der eine Heizung mindestens in Betrieb ist. Eigentümer nicht sanierter Gebäude mit fossilen Heizungen und schlechtem energetischen Zustand sind am stärksten betroffen. Gedämmte Häuser, die erneuerbare Energien nutzen, verursachen dagegen keine CO2-Zusatzkosten, was sie daher zukünftig deutlich attraktiver machen wird.

Eigentümer, die jetzt sanieren wollen, sollten fachliche Beratung in Anspruch nehmen. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die einzelnen Komponenten der Sanierung wie Fenster, Heizung und Dämmung gut aufeinander abgestimmt sind. Seit diesem Jahr gibt es durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) deutlich mehr Fördergeld. Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es auf www.zukunftaltbau.de.