Attraktives Heidelberg: Immobilienpreise hoch, Mietmarkt angespannt, Hotels wirtschaftlich

Heidelberg ist in vielerlei Hinsicht attraktiv. Dazu tragen der hohe Freizeitwert, die Beliebtheit der Stadt unter ausländischen Besuchern beispielsweise aus den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten und die Bedeutung als Wissenschaftsstandort sowie im Medizintourismus bei. „Attraktivität wirkt anziehend. Das zeigt sich unter anderem daran, wie viele junge Menschen in die begehrte Universitätsstadt streben“, erläutert Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Die Folge: steigende Preise. Zwar sind die Preise für Studentenwohnungen nicht so stark gestiegen wie in Berlin oder Osnabrück, wo die Steigerung seit 2010 plus 37 Prozent bzw. plus 25 Prozent beträgt. Doch auch in Heidelberg liegt die Steigerung immerhin noch bei 14 Prozent. Insgesamt steht Heidelberg mit einem durchschnittlichen Wohnkostenanteil ohne Strom und Nebenkosten von 23,1 Prozent auf Platz vier unter den teuersten Städten – nach Freiburg im Breisgau mit 29,3 Prozent, München mit 27,1 Prozent und Regensburg mit 23,2 Prozent. Dafür verantwortlich sind die hohen Mieten und Kaufpreise. Der durchschnittliche Kaufpreis für Immobilien in Heidelberg liegt bei 3.576,25 Euro pro Quadratmeter. Der durchschnittliche Mietpreis in Heidelberg beträgt 11,83 Euro pro Quadratmeter. Die Attraktivität Heidelbergs lässt sich auch daran ablesen, wie gut die Hotels ausgelastet sind. Heidelberg verfügt über ähnlich gute Kennzahlen wie die vermeintlichen Hotelhochburgen. Der durchschnittliche Zimmerpreis liegt in Heidelberg mittlerweile bei 126 Euro – und ist damit genauso hoch wie in Düsseldorf und höher als in Frankfurt am Main mit 124 Euro, Hamburg mit 115 Euro oder Köln mit 113 Euro. Nur in München liegen die Zimmerpreise mit 134 Euro noch höher.