Alternative für Studenteneltern: Apartment kaufen statt mieten

In Heidelberg brauchen rund 36.000 Studenten ein Dach über dem Kopf. Besonders zu Beginn eines Semesters im Herbst und Frühjahr ist der Wohnungsmarkt hart umkämpft. „Dabei gilt: Je gefragter der Studienort ist, desto höher sind die Mieten für ein Zimmer in der Wohngemeinschaft oder ein Apartment“, erklärt Michael Fehr, Geschäftsführer von Immobilien Winter in Heidelberg. Wir zeigen eine Alternative auf:

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln meldet: „In 38 von 50 Großstädten ist es heute günstiger eine Wohnung zu kaufen als noch 2011.“ Möglich mache dies die Zinsentwicklung, die vielerorts die Preisentwicklung überkompensiert.

Dagegen sind die durchschnittlichen Mieten für Studenten im vergangenen Jahr insgesamt in 29 von 30 der untersuchten Hochschulstandorte gestiegen. Das ist das Ergebnis des MLP Studentenwohnreports 2020. Besonders begehrt sind kleine Wohnungen in mittelgroßen Hochschulorten. Die steigenden Preise haben dazu geführt, dass inzwischen 30 Prozent der Studierenden in einer WG wohnen, 2003 waren es noch 22 Prozent.

Alternative: Die meistens von den Eltern gezahlten Mieten können – statt dem Vermieter überwiesen zu werden – der Abzahlung einer Eigentumswohnung dienen. Der Sohn oder die Tochter ist damit während des Studiums gut mit Wohnraum versorgt, und die Eltern tun gleichzeitig etwas für ihre eigene Altersvorsorge.

Studierende in Deutschland zahlen heute durchschnittlich 323 Euro Miete. Mit dem ungefähren Gegenwert der kalkulierten Miete kann bereits ein Darlehen von 100.000 Euro bedient werden. Zusammen mit dem zusätzlich eingebrachten Eigenkapital kann man je nach Studienort bereits eine kleine Eigentumswohnung finanzieren. Eine größere Wohnung ließe sich eventuell auch durch Miete zahlende Mitbewohner gegenfinanzieren.

Wenn die Tochter oder der Sohn die Wohnung nicht mehr braucht, kann sie an andere Studenten vermietet werden. Die eingehenden Mieten ergänzen dann später die Altersbezüge – oder die Eigentumswohnung wird bei weiter steigenden Preisen später mit Gewinn verkauft.